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Wir vermitteln Bildung

09.10.2018, 09.04

Ein Vierteljahrhundert ist es her, seit das Bildungshaus Bad Schönbrunn nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein neues Programm erhielt. Am 14. Oktober wird gefeiert.

Ein Ort, ein Name, ein Programm – so hiess es 1993 in den «Schönbrunner Nachrichten», als das Bildungshaus Bad Schönbrunn seinen neuen Namen «Lassalle-Haus» bekam. Der Jesuit Hugo Enomiya Lassalle erhielt als einer der ersten Europäer in Japan Zugang zur Zen-Meditation und gilt als Wegbereiter für den Dialog zwischen Zen und Christentum. Niklaus Brantschen, damals Direktor von Bad Schönbrunn, war selber Schüler von Pater Lassalle und wollte mit dem neuen Namen ein Zeichen setzen: «Lassalle ist sozusagen der Patron von Bad Schönbrunn. Für mich war der Name zeichenhaft für die neue Ausrichtung des Hauses: Ost-West, Innen-Aussen, Kontemplation-Aktion» erzählt er.

Dieses Jahr wäre Pater Lassalle 100 Jahre alt geworden – zu seinem Geburtstag wird sein Buch «Mein Weg zum Zen» neu aufgelegt. Auch Niklaus Brantschen hat ein neues Buch geschrieben: «Ich habe zu wenig geflucht». Darin sind acht Wanderungen oder Spaziergänge an Orte festgehalten, die ihn geprägt haben und für jeweils zehn Jahre seines Lebens stehen. Im Dialog mit der Journalistin Ursula Eichenberger lernt man den Jesuiten und Zen-Meister von einer ganz persönlichen Seite kennen.

Blick zurück

Am Anfang steht das Quellwasser: Von 1860 bis zum 1. Weltkrieg blühte das Kurhaus «Wasserheil-Anstalt Bad Schönbrunn», 1929 übernahm der Jesuitenorden die Gebäude und gründete das erste Exerzitienhaus der Schweiz. Vor fünfzig Jahren ersetzte ein Neubau das alte Kurhaus – entworfen durch den Zürcher Architekt André M. Studer nach den Prinzipien der harmonikalen Architektur. 2014 stellte die Denkmalpflege des Kantons Zug das Lassalle-Haus unter Schutz. 2015 schliesslich entschied die Schweizer Jesuiten-Provinz, das Haus in die nächste Generation zu führen. Das Bildungshaus wurde umfassend renoviert, das Programm geschärft und mit der Botschaft «Stille bewegt» neu ausgerichtet.

Blick nach vorn

Was ist die Aufgabe eines spirituellen Zentrums und Bildungshauses im 21. Jahrhundert? Auch wenn die religiöse Sozialisierung in unsere Gesellschaft zurückgeht, sehnen sich die Menschen nach Spiritualität.  Die Erfahrung der Stille, die im Kursangebot des Lassalle-Hauses im Mittelpunkt steht, ist gerade in einem fordernden, beschleunigten Alltag sehr wertvoll. Neben den Schwerpunkten Zen, Exerzitien, Kontemplation und Yoga bilden auch Fasten in der Stille und die Auszeit zur rechten Zeit wichtige Pfeiler des Angebotes.

 

Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre Lassalle-Haus
So, 14. Oktober 2018, 15.00 – 17.30 Uhr, Lassalle-Haus, Edlibach.
Anmeldung: info@lassalle-haus.org oder Tel. 041 757 14 14