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Wir handeln solidarisch

07.06.2018, 10.10

Alfredo Sacchi, seit 24 Jahren Leiter des Dekanats Zug, wurde gestern im Zentrum Chilematt in Steinhausen feierlich aus dieser Funktion verabschiedet. Am 1. August 2018 wird das Dekanat in die Pastoralräume überführt.

An der «Übergangsfestversammlung» wurde Alfredo Sacchi von den Mitgliedern des Dekanats und der VKKZ (Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug) bei Speis und Trank, Gesang und Überraschungsprogramm noch einmal gefeiert. Markus Burri, Mitglied des Dekanatsvorstandes, würdigte Alfredo Sacchis Leidenschaft für die Sache Jesu, sein gesundes unermüdliches Eintreten für ein Miteinander, möglichst ohne Hierarchie. Auch Melanie Hürlimann, VKKZ-Geschäftsstellenleiterin, stellte das Miteinander als ein stetes Anliegen von Sacchi in den Vordergrund, und dankte für konstruktive, ehrliche Zusammenarbeit. Margrith Mühlebach-Scheiwiller, Regionalverantwortliche des Bischofsvikariats St. Viktor, ehrte Alfredo Sacchi als verbindende Persönlichkeit. Der Geehrte selbst dankte für das Vertrauen in all diesen Jahren und betonte: «Man kann eigentlich nichts alleine machen. Es sind die andern, die unterstützen, anregen, Kritik üben…»

Pastoralraumleiterkonferenz als neue Leitungsstelle
Ab August 2018 tritt die Neuorganisation der Katholischen Kirche Zug in Kraft. Das heutige Dekanat wird in Pastoralräume überführt. Drei davon bestehen bereits, zwei sind noch in Vorbereitung. Neue pastorale Koordinations- und Leitungsstelle ist die Pastoralraumleiterkonferenz. Das Gremium besteht aus den Leitern der Pastoralräume, dem Leiter Fachstellen und Spezialseelsorge sowie der Vertretung der Bistumsregion St. Viktor, welcher nebst Luzern, Schaffhausen und Thurgau auch Zug angehört. Ein noch zu bestimmender Vertreter der Pastoralraumkonferenz wird auch Einsitz im Präsidium der VKKZ haben.

Weiterhin Priester, Seelsorger und Mitglied diverser Gremien
Alfredo Sacchi wird der Katholischen Kirche Zug weiterhin als Domherr, als priesterlicher Mitarbeiter in Steinhausen, als Seelsorger und als Mitglied verschiedener Gremien und Projektgruppen erhalten bleiben. Bis Ende September dieses Jahres wird er ausserdem die Fachstellen und Spezialseelsorge leiten, um dann diesen Stab am 1. Oktober an Markus Burri, den derzeitigen Gemeindeleiter von Unterägeri und Allenwinden sowie Leiter des Pastoralraums Zug Berg, zu übergeben.

Pastorales Leistungsangebot bleibt unverändert
An den pastoralen Leistungen für die Mitglieder der Katholischen Kirche im Kanton Zug ändert sich mit der Neuordnung nichts. Die neue Organisationsstruktur baut weiter auf dem pastoralen Entwicklungsplan des Bistums Basel auf. Dieser will mit dem Zusammenschluss der Pfarreien zu Pastoralräumen sicherstellen, dass die pastoralen Aufgaben in allen Gegenden ausreichend und gleichwertig erfüllt werden.

 

Pastorale Organisation Katholische Kirche Zug

Staatskirchenrechtliche Organisation Katholische Kirche Zug

Alfredo Sacchi – ein «Brückenbauer»

Fast ein Vierteljahrhundert hat Alfredo Sacchi der Katholischen Kirche Zug als Dekan gedient. Mit seinem Wirken verlieh er der Kirche ein Gesicht. Dank seiner offenen Spiritualität gelang es ihm, kirchenintern und extern Brücken zu bauen. Mit regelmässigen Dekanatsversammlungen und Weiterbildungsanlässen förderte er den Dialog und die Zusammenarbeit der 17 Pfarreien untereinander und unterstützte sie bei ihrer Weiterentwicklung. Ebenso trug er zur fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden und deren Vereinigungsorgan, der VKKZ, bei.
Grossen Wert legte er auch auf den Dialog mit engagierten Laien wie dem Seelsorgerat. So kamen Projekte zustande wie der Auftritt als «Offni Chile» an der Zuger Messe, wo im ersten Jahr die Tore der Zuger Kirchen ausgehängt und an die Messe transportiert wurden.

Ein Höhepunkt seines Engagements für die Ökumene war der Nationale Ökumenische Gedenk- und Feiertag am 1. April des vergangenen Jahres. Die reformierte und die katholische Kirche feierten gemeinsam an einem Fest mit der Zuger Bevölkerung 500 Jahre Reformation und 600 Jahre Bruder Niklaus von Flüe.

Vielen in der Zuger Bevölkerung wird auch in Erinnerung bleiben, wie er sich anlässlich des Zuger Attentats engagierte. Es war ihm ein grosses Anliegen, insbesondere mit dem Gottesdienst für die Opfer des Attentats und den späteren Gedenkfeiern den Hinterbliebenen bei der Aufarbeitung dieses traumatischen Ereignisses beizustehen.

Die Jungen – als Zukunft der Kirche – lagen dem Dekan besonders am Herzen. Tausende von Jugendlichen wurden von ihm mit Engagement, Einfühlungsvermögen und Respekt zum Sakrament der Firmung geführt.
Zur Routine wurde sein langjähriges priesterliches Engagement nie. Wer Alfredo Sacchi an seinen Gottesdiensten erlebt, spürt die Tiefe seiner Religiosität und die starke Präsenz, die ihm über all die Jahre erhalten blieb.

 

Medienmitteilung vom 7. Juni 2018