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Im Bistum Basel ist Anfang Juli ein Konzept gegen sexuelle Übergriffe in Kraft getreten. Der Bischof von Basel hat es mit den staatskirchenrechtlichen Körperschaften erarbeitet.

Das Bistum Basel hat ein Konzept zur Bekämpfung von Übergriffen erarbeitet. Anfang Juli trat die «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft, womit die Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) umgesetzt werden. Es basiert auf einer Grundlage, welche die SBK im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Vereinigung der Höheren Ordensoberen erarbeitet hat. Adressaten dieses Konzepts sind grundsätzlich alle Personen im kirchlichen Dienst, die durch staatskirchenrechtliche Körperschaften oder andere Instanzen angestellt sind, sowie auch Freiwillige.

Asymmetrische Beziehung

Im Konzept wird betont, dass es sich bei der Seelsorge um Beziehung handelt. Eine Beziehung, für deren Gestaltung die Seelsorgenden in jedem Fall verantwortlich seien, denn es handle sich immer um asymmetrische Beziehungen. Aufgezeigt werden die Übergänge von alltäglichem Normalverhalten zu Grenzverletzungen bis hin zu strafbarem Verhalten.

Ein vom Bischof errichtetes diözesanes Fachgremium ordnet Aufbau- und Ablauforganisation der geschaffenen Stellen im Bereich von Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe. Um Übergriffen konkret entgegenzuwirken, wird ein Präventionsbeauftragter oder eine Präventionsbeauftragte des Bistums die Umsetzung der Massnahmen durchsetzen und überprüfen. Ebenfalls unterstützt diese Person das Ausarbeiten eines Verhaltenskodex, den Seelsorgeteams erarbeiten müssen. Weiter wird unter anderem veranlasst, dass alle Seelsorgenden bei Stellenantritt eine Selbstverpflichtung unterzeichnen, in der sie bestätigen, sich entsprechend den Richtlinien zu verhalten wie auch Weiterbildungen zu absolvieren, in denen sie auf problematische Aspekte ihrer Arbeit aufmerksam gemacht werden.

Privat- und Sonderprivatauszug

Der Bischof hat die Weisungsbefugnis all jenen Personen gegenüber, die durch ihn ernannt oder mit einer Missio canonica für den pastoralen Dienst beauftragt sind. Bereits den Bewerbungsunterlagen müssen diese Personen einen Privat- und Sonderprivatauszug aus dem Schweizerischen Strafregister beilegen, der danach alle drei Jahre erneut einzureichen ist. Für die Personen im kirchlichen Dienst, die von einer anderen Anstellungsbehörde angestellt worden sind oder sich freiwillig in einem sensiblen Bereich in der Pastoral betätigen, empfiehlt der Bischof dieselben oder ähnliche Massnahmen. Zu diesen Personen gehören beispielsweise KatechetInnen, JugendarbeiterInnen, Präsides von Kinder- und Jugendverbänden, SozialarbeiterInnen, PfarreisekretärInnen, KirchenmusikerInnen, SakristanInnen oder HauswartInnen.

 

Marianne Bolt

 

Gesamtes Konzept des Bistums Basel

 

Im Bistum Basel gilt seit heute ein vereinfachtes Konzept. Da seit dem 20. Juni zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie nur noch die «besondere Lage» gilt, hat die Schweizer Bischofskonferenz ihr Rahmenschutzkonzept per 22. Juni ausser Kraft gesetzt.

Als Schutzkonzept für öffentliche Gottesdienste im Bistum Basel gilt ab dem 23. Juni ein vereinfachtes Konzept. Die Vereinfachungen gelten laut Bistumssprecher Hansruedi Huber auch für religiöse Veranstaltungen, für die Kinder- und Jugendarbeit wie auch für Vereinsanlässe.

Weiterhin wichtig bleibt eigenverantwortliches Handeln, vorab das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. Zudem müssen alle öffentlich zugänglichen Orte über ein Schutzkonzept verfügen. Für das Schutzkonzept gelten u.a. folgende Vorgaben:

  • Der erforderliche Abstand beträgt 1,5 Meter. Im Sitzplatzbereich sind die Plätze so anzuordnen, dass mindestens ein Platz freigehalten oder zwischen den Sitzplätzen ein gleichwertiger Abstand eingehalten wird.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 300 Besucherinnen und Besuchern muss zwischen den Sektoren à max. 300 Personen der erforderliche Abstand eingehalten werden. Ein Wechsel der Besucherinnen und Besucher von einem Sektor in den anderen ist verboten.
  • Werden Kontaktdaten erhoben, müssen die betroffenen Personen über deren Verwendungszweck informiert werden. Die Daten müssen 14 Tage aufbewahrt und anschliessend sofort vernichtet werden.
  • Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen bleiben verboten.
  • Die Kantone können Erleichterungen oder zusätzliche Massnahmen beschliessen. Die Verantwortlichen der Pfarreien, anderssprachigen Missionen, Spezialseelsorge- und Fachstellen, beachten die kantonalen Verordnungen.

Auf der Corona-Seite des Bistums Basel finden Sie jederzeit die aktualisierten und vollständigen Infos zu den Präventionsmassnahmen. Mitg./MB

 

In Zug fand am Sonntag das Bistumsjugendtreffen mit Bischof Felix Gmür statt. Unter dem Motto «Festival der Sinne» konnten die Teilnehmer mehrere Ateliers besuchen. Ein Hit war das Atelier «Unsere Welt in 80 Jahren – Eine VR-Erfahrung».

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Der «Grüne Güggel» ist ein Umweltzertifikat, das Pfarreien für ihre Nachhaltigkeit auszeichnet. Die Pfarrei Unterägeri hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Zertifikat bis in circa zwei Jahren zu erlangen. Auch Pfarreimitglieder werden in den Prozess miteinbezogen.

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Unter dem Titel «Muslime in der Schweiz – zwischen Integration und Parallel-Gesellschaft» lud das Forum Kirche und Wirtschaft im Kloster Kappel zur Diskussion. Ein Quintett machte sich Gedanken darüber, weshalb die Religion nicht als friedlich wahrgenommen wird.

Es war eine geballte Ladung Information, die am Mittwochabend auf die Zuhörerinnen und Zuhörer im vollbesetzten Kappeler Gemeindesaal niederprasselte. Zur Diskussion über Muslime in der Schweiz geladen hatte das Forum Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche Zug.

Hochkarätige Redner wie der Religionswissenschaftler Professor Amir Dziri lieferten zunächst eine Bestandsaufnahme. Unter anderem zur subjektiven Wahrnehmung vieler Menschen in Europa, Russland und den USA, die den Anteil der muslimischen Bevölkerung durchs Band viel zu hoch einschätzten. Über die Rolle gewisser Politiker und Medien, die diese teilweise krassen Fehleinschätzungen für ihre Zwecke noch befeuern. Es war aber auch eine Diskussion über den abnehmenden gesellschaftlichen und politischen Einfluss der Landeskirchen in der Schweiz, über die laufend grössere Anzahl Konfessionsloser und die Diversifizierung des Christentums, ausgelöst durch die Zuwanderung.

So kam man zum Schluss, dass nur gegenseitige Toleranz den Zusammenprall der Religionen verhindern kann, dass aber gerade der konservative Islam – wie auch die katholische Kirche – mit ihren fundamentalen Ideologien verfassungsmässigen Grundrechten wie der Gleichberechtigung von Mann und Frau zuwiderlaufen. Und, dass die Lösung dafür wohl bei der Jugend liege.

Martin Platter

Mariä Himmelfahrt auf dem St. Jost – das ist seit Jahren der Anziehungspunkt für Menschen aus Nah und Fern. Der festliche Gottesdienst mit Kräutersegnung wurde am 15. August um 11 Uhr von den Jodlerinnen und Jodlern des Jodlerklubs Ägerital eröffnet.

Mehrere hundert Personen kamen, um den Gottesdienst mitzufeiern, der von Pater Karl Meier, Pastoralassistentin Jacqueline Bruggisser sowie Diakon und Gemeindeleiter Urs Stierli geleitet wurde. In einer eindrücklichen Predigt verband Jacqueline Bruggisser das Festgeheimnis mit der heutigen Zeit. Zur Bergwelt passend spielte die Zuger Alphornbläser-Vereinigung und Fahnenschwinger warfen ihre Schweizerfahnen in die Luft. Eindrücklich urchig ertönte der Betruf, mit dem die Eucharistiefeier abgeschlossen wurde.
Bei Speis und Trank sowie guten Gesprächen sassen die Gottesdienstbesucher danach zusammen – in dieser traumhaften Kulisse auf dem St. Jost.

Urs Stierli