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Eine Benefizveranstaltung der CityKircheZug beschäftigte sich am 11. Juni mit dem Thema «Was ist gutes Sterben?» Die grosszügige Kollekte kam dem Hospiz Zentralschweiz zugute, das schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase begleitet.

Sr. Elisabeth Müggler, Pflegefachfrau und Sterbebegleiterin, nahm es in ihrem Referat gleich vorweg: Es gibt keine Norm, wie gutes Sterben «funktionieren» kann. Aber sie nennt drei Aspekte, die helfen können, wenn wir sie bereits zu blühenden Lebzeiten beachten: den eigenen Tod bedenken, ihn bereden und ihn (wenn es dann soweit ist) begrüssen.

Die heutige Gesellschaft erwartet, dass man «richtig» stirbt, weil man gewohnt ist, dass alles im Leben planbar ist. Damit kann man eine sterbende Person auch gewaltig unter Druck setzen. Aber genau wie eine natürliche Geburt nicht bis ins Letzte geplant werden kann, so ist es auch mit dem Tod. Zu einem guten Sterben trägt sicher bei, wenn man zu Lebzeiten mit sich und den Menschen im Beziehungsnetz im Reinen ist und wenn man die letzten Dinge geklärt hat.

Zeit haben als wesentlicher Faktor

Dr. med. Sibylle Jean Petit-Matile, Ärztin am Hospiz Zentralschweiz, sagt pointiert: Zeit haben ist ein wesentlicher Faktor bei der Lebensbegleitung bis zum Tod. Pflegende können auf die körperlichen und seelischen Bedürfnisse eingehen, herausspüren, was jetzt für diesen Menschen wichtig ist. «Menschen begegnen Menschen» lautet deshalb der Leitspruch im Hospiz.

Als Ordensfrau sagt Sr. Elisabeth Müggler, dass ihr Leitspruch aus dem Evangelium kommt: «Wachet und betet mit mir», sagt Jesus zu seinen Jüngern vor seinem bevorstehenden Tod. Aus Erfahrung weiss sie: Meistens reicht es, wenn man bei einer sterbenden Person still da ist und einfühlsam spürt, was dieser Mensch jetzt braucht, einfach ruhig begleiten und durchtragen. Zentral ist, dass die Würde und der Wille des/der Sterbenden stets gewahrt bleiben. Für Sr. Elisabeth ist ein Sterbezimmer ein heiliger Ort, weil der/die Sterbende sich aufmacht zu Gott. Dort wird er/sie erwartet von der Liebe, die von Gott ausgeht.

Spenden sind willkommen

Die Benefizveranstaltung der CityKircheZug zugunsten von Hospiz Zentralschweiz war trotz des herrlichen Frühlingswetters sehr gut besucht: Rund 50 Personen folgten den Ausführungen der Referentin und dem Gespräch auf dem Podium und verdankten den gelungenen Abend mit einer grosszügigen Kollekte, damit Hospiz Zentralschweiz weiterhin die wichtige Aufgabe der Lebensbegleitung bis zum Schluss wahrnehmen kann.

Spenden sind weiterhin möglich: IBAN: CH34 0077 8207 4640

www.hospiz-zentralschweiz.ch

www.citykirchezug.ch

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

Die Länder, die am meisten von der Klimaerwärmung betroffen sind, haben am wenigsten dazu beigetragen. Während der Ökumenischen Kampagne fordern «Fastenopfer» und «Brot für alle», dass diejenigen Verantwortung übernehmen, die den Klimawandel am meisten befeuern.

«Gäbe es den Klimawandel nicht, könnten wir regelmässig Reis ernten. Mein Mann könnte öfter fischen gehen und er würde mehr fangen. Wir müssten nicht hungern. Wir müssten keine Angst haben, weil unser Haus nicht ständig überschwemmt wird.» Jocelyn Sabatin wohnt in Suriago del Sur auf der philippinischen Insel Mindanao. Täglich spürt sie die Folgen des Klimawandels. In immer schnelleren Rhythmus wechseln sich auf den Philippinen extreme Trockenheit mit sturzflutartigen Taifunen ab. Mangrovenwälder an den Ufern verschwinden und mit ihnen die Fischgründe.

Auch anderswo setzt der Klimawandel den Menschen zu: In Kenia verdorren Felder, Konflikte um Weideland nehmen zu. In Indonesien überflutet der ansteigende Meeresspiegel fruchtbares Land, vernichtet Ernten und zerstört Häuser. Das fördert Krankheiten, Hunger, Armut und psychische Traumata. Menschen in ärmeren Ländern haben derzeit am meisten an den Folgen der Klimaerwärmung zu tragen, und sie haben am wenigsten dazu beigetragen. «Es zehrt an den Kräften», sagt Sabatin.

Schweizerische Nationalbank muss handeln

Auch die Schweiz trägt viel zur Klimaerwärmung bei, vieles davon über den Finanzplatz. Zu den inländischen Emissionen von 47 Millionen Tonnen CO2 kommen rund 22 mal mehr CO2-Emissionen hinzu, die über den Schweizer Finanzplatz gesteuert werden. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) nimmt darin eine wichtige Rolle ein. Ihr Aktienanteil an Kohle-, Erdgas- und Erdöl- Unternehmen von rund sechs Milliarden Franken macht die SNB für 43,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr mitverantwortlich.

Mit einer Unterschriftensammlung appellieren «Fastenopfer» und «Brot für alle» an die SNB: Sie soll alle Anteile an Unternehmen abstossen, die an Förderung, Handel und Verarbeitung fossiler Energieträger beteiligt sind.

Auf  jede und jeden kommt es an

Was wir in der Schweiz tun, hat Folgen im globalen Süden. Das zeigt sich nicht nur in der Wirtschaft. Auf www.klimagerechtigkeit-jetzt.ch machen die Hilfswerke während der Ökumenischen Kampagne die Stimmen der Menschen im Süden hörbar und zeigen die Folgen unseres Konsums. So steigt etwa wegen übermässigem Fleischkonsum die Nachfrage nach Futtermitteln und Weidefläche. Dies führt vielerorts zu Brandrodungen von Regenwald und damit zu massiven klimatischen Veränderungen – bloss ein Beispiel von vielen für die Schattenseiten unseres Konsums.

Jetzt können wir noch handeln. Deshalb setzen sich «Fastenopfer» und «Brot für alle» auf politischer Ebene, in Pfarreien und Kirchgemeinden und auf individueller Ebene für das Ziel «Netto Null bis 2040» ein. Nur so können wir den globalen Temperaturanstieg auf 1.5° Celsius zu beschränken, wie es im Pariser Klimaabkommen vereinbart wurde.

 

Madlaina Lippuner, Fastenopfer

 

Unterschriftensammlung: www.sehen-und-handeln.ch/snb

 

Wie orientieren wir uns in einer Welt von unterschiedlichen religiösen und spirituellen Formen? Im Lassalle-Haus startet im Oktober 2021 zum dritten Mal der ökumenische Lehrgang «Ignatianische Exerzitien und Geistliche Begleitung».

Die Kirchen werden immer leerer, der Markt spiritueller Möglichkeiten boomt. Für viele Menschen ist der Bezug zum Christentum immer noch wichtig. Prozesse der eigenen Wegsuche erweisen sich sich für viele in der Flut von Angeboten als schwierig. Geistliche Begleiter*innen, die Menschen auf ihrem persönlichen, spirituellen Weg unterstützen, sind herausgefordert. Was für bewährte Wege in der christlichen Tradition, welche Hilfen, welche Werkzeuge stehen ihnen zur Verfügung? Wie kann der innere Kompass ausgerichtet und so der eigene Weg gefunden werden?

Der Jesuit Bruno Brantschen SJ setzt sich als Geistlicher Begleiter und Exerzitien-Leiter täglich mit diesen Fragen auseinander, gerade auch in Zeiten des Umbruchs. Er leitet den ökumenischen Lehrgang «Ignatianische Exerzitien und Geistliche Begleitung», welcher im kommenden Jahr zum dritten Mal startet. Das Lassalle-Haus führt ihn in Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg durch.

Unter professioneller Begleitung und Supervision erwerben sich die Teilnehmenden über einen längeren Lernprozess hinweg die Fähigkeit, Menschen auf dem Weg der eigenen Berufung zu begleiten sowie ignatianische Exerzitien im Alltag und geschlossene Exerzitienkurse zu leiten.

Die Ausbildung kann sowohl mit dem Zertifikat des Lassalle-Hauses als auch mit einem DAS oder MAS der Universität Fribourg abgeschlossen werden.

Informationsveranstaltungen:
Dienstag, 24.11.2020 | 19.00 – 20.30 Uhr I online
Dienstag, 19.01.2021 | 19.00 – 20.30 Uhr I aki Bern und gleichzeitig auch online
Weitere Infos unter: www.lassalle-haus.ch/lehrgang

 

Die Katholische Kirche Zug traut nicht nur Paare, sondern unterstützt sie auch bei der Vorbereitung ihrer Ehe und danach. Zusammen mit der Landeskirche Luzern bietet sie ein spannendes Kursprogramm an.

Tragfähige Beziehungen sind nicht bloss ein Glücksfall. Sie brauchen Pflege und den Willen der Partner, in die Beziehung etwas einzugeben. Wie an Beziehungen gearbeitet werden kann, thematisieren sieben Kurse zwischen November 2020 und Juni 2021, organisiert und durchgeführt von der Katholischen Kirche Zug und der katholischen Landeskirche des Kantons Luzern. Kursleitende aus dem Kanton Zug sind Regina Kelter, Sozialpädagogin/Erwachsenenbildnerin in Hünenberg und Ruedi Odermatt, Gemeindeleiter der Pfarrei Steinhausen.

Ökumenisch offene Ehevorbereitungskurse

Bei den Kurs-Angeboten für Paare, die heiraten oder bereits verheiratet sind, werden schwerpunktmässig folgende Themen angegangen:

  • Was bringe ich an eigener Lebensgeschichte mit in die Beziehung?
  • Gegenseitige Vorstellungen und Erwartungen
  • Praktisches und Wichtiges zur zwischenmenschlichen Kommunikation
  • «Ja, ich will!» – Von der Kraft und dem Sinn der kirchlichen Trauung
  • «In guten und in schweren Tagen» – Spiritualität als Quelle in der Beziehung

Impuls-Angebote für Paare und Singles

Die Impuls-Kurse beschäftigen sich beispielsweise mit Beziehungen im Allgemeinen − und sprechen damit auch Singles an − oder sie lassen Paare spielerisch «gemeinsam im Boot» Erfahrungen sammeln. Ein sinnlicher Abend kann bei einem «Date im Weinberg» erlebt werden.

Mehr zu den verschiedenen Kursangeboten finden Sie im Flyer «Zeit für die Beziehung».

Wer seine Beziehungsfragen persönlich mit einem Seelsorger besprechen möchte, darf sich selbstverständlich auch an eine Person des Seelsorgeteams in seiner Pfarrei wenden.

 

Bernadette Thalmann

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