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Ferdinand Gehrs Fresken in der Kirche Bruder Klaus in Oberwil sorgten vor gut sechzig Jahren für Zwist im Dorf. Die Bilder mussten jahrelang bedeckt werden. Zwei Zuger Kunstschaffende bringen die Geschichte mit einer multimedialen Inszenierung in die Gegenwart.

Oberwil in den Jahren 1955/56: Eine moderne Kirche wird gebaut, die Kirche Bruder Klaus. Rund, aus Beton. Ferdinand Gehr erhält den Auftrag, im Kirchenraum Fresken zu malen. Nach deren Fertigstellung entflammt ein Streit, die Bevölkerung ist gespalten. Handelt es sich um gotteslästernde Kinderzeichnungen oder um sakrale Kunst, deren Tiefe in der Einfachheit wurzelt? Während Jahren werden die Bilder mit grossen Vorhängen verhüllt. Der «Oberwiler Bilderstreit».

Vor diesem Hintergrund arbeiten derzeit zwei Zuger Künstler an den Vorbereitungen einer multimedialen Inszenierung, mit welcher sie die Geschichte rund um den Oberwiler Bilderstreit mit Projektion, Licht, Musik, Film, Ton und Stimmen in die Gegenwart holen. «Die Ereignisse der 50er Jahre waren der Kulminationspunkt einer Entwicklung, die bereits im Barock eingesetzt hatte», sagt der in Oberwil wohnhafte Projektleiter und Regisseur Daniel Christen. Der Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg sei zum Teil für die Kirche aber auch für die Bevölkerung als Bedrohung wahrgenommen worden. «Und dann kam Gehr, der mit seinen Bildern ebenfalls in diese Richtung ging. Das war vielen zu viel.»

Gespaltenes Dorf, gespaltene Familien

Gemeinsam mit Michael van Orsouw, der für die Dramaturgie zuständig ist, zeigt Christen die damalige Stimmung und Tiefe multimedial auf. «Zum Schluss kommt der Namenspatron Bruder Klaus zu Wort. Die Leute sollen verstehen, wie es damals war im Dorf. Ja, dass der Bilderstreit sogar zu Zwist innerhalb von Familien führte.»
Um die Geschichte auf unterschiedlichen Wegen erfahrbar zu machen und aufzuzeigen, wie emotional aufgeladen die damalige Situation war, werden mit fünf Beamern Bilder an Wände und Decken projiziert. «Wir zeigen, wie Gehrs Bilder entstanden sind. Auch Zitate von damals werden zu hören sein», sagt Daniel Christen. Der Historiker Michael van Orsouw hat die historischen Aspekte herausgearbeitet. «Viele Menschen waren damals überfordert. Neuartiges lehnten sie ab, weil sie es nicht verstanden.» Ein Verhalten, das heute noch zu beobachten sei. «Wir tragen den Umgang mit Konflikten ins Heute hinein. Und wagen dabei eine moderne Neuinterpretation.»

Aufarbeitung braucht der Zeit

Der Projektleiter erklärt, dass eine Sprecherin und ein Sprecher die Geschehnisse von damals linear erzählen werden. Und Luigi Laveglia, Musiklehrer an der Musikschule Zug, habe für die Projektionen eigens Stücke geschrieben, die er mit Schülerinnen und Schülern während des Abends mit dem Piano, dem Synthesizer, der Orgel und mit Schlaginstrumenten live begleiten wird.

Seit drei Jahren arbeiten Daniel Christen und Michael van Orsouw an den Vorbereitungen für die Inszenierung. Finanzielle Unterstützung erhalten sie unter anderem von den Kirchgemeinden des Kantons Zug. Was Christen festgestellt hat: «Wir hätten das Projekt vor zehn Jahren noch nicht umsetzen können, die Erinnerung an den Bilderstreit hätte damals bei einigen Betroffenen noch zu hohe Wogen geschlagen.» Es bedürfe der Zeit, um gewisse Themen aufzugreifen.

Trailer zum Mulitmedia-Spektakel ansehen

 

Marianne Bolt

 

 

Die Katholische Kirchgemeinde der Stadt Zug setzt in Zeiten von Corona ein Zeichen: Vom Ertragsüberschuss 2019 sollen 300’000 Franken für ein Corona-Hilfspaket verwendet werden.

Das Hilfspaket ist für Organisationen und Projekte bestimmt, die von der aktuell herrschenden Krise, ausgelöst durch das Coronavirus, betroffen sind. Von den geplanten Spenden wurden 60’000 Franken an der Kirchenratssitzung vom 28. April 2020 gesprochen. Diese Beitragshöhe entspricht der Kompetenz des Kirchenrates. Die Zuwendungen wurden bereits überwiesen. Folgende Institutionen wurden berücksichtigt:

  • Fastenopfer, CHF 20’000
  • Caritas, CHF 20’000
  • Diakonie Leuchtturm, CHF 10’000
  • Heiligland Opfer, CHF 10’000

Diese Institutionen verfügen über eine hohe Vertrauenswürdigkeit bei der Bevölkerung und sind oft die erste Anlaufstelle für Menschen, die von Armut betroffen sind.

Über die restlichen Spendengelder wird die Kirchgemeinde an der Kirchgemeindeversammlung vom 15. Dezember 2020 abstimmen.
Der Kirchenrat ist überzeugt, dass diese Soforthilfe-Massnahmen wichtig und richtig sind. In Krisenzeiten muss eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung geleistet werden.

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug vom 21. Juli 2020

Ende Mai wurde sie fertiggestellt, am 8. Juni auf dem Strassenverkehrsamt geprüft. Nun geht die moderne fahrbare Kapelle in den Pfarreien des Pastoralraums Zug Berg auf Tournee.

Seit Montag 15. Juni ist die fahrbare Kapelle im Tiny-House-Stil unterwegs in den Bergpfarreien. Mit einer Länge von 7.2 Metern und einer Breite von 2.5 Metern kann sie innert kurzer Zeit an neue Standorte gebracht werden. «die.kapelle» ist ein kirchliches Projekt von, für und mit jungen Erwachsenen, das getragen wird vom «Verein die.kapelle». Beheimatet ist der Verein und das Projekt im Pastoralraum Zug Berg.

In der Kapelle sind alle willkommen. Man kann eine eine Kerze anzünden, Stille finden, meditieren, beten, Gespräche führen, Mini-Workshops besuchen, Kleinstkonzerte geniessen, Taizé-Lieder singen oder einfach eine Pause machen. «Heute stelle ich mir die.kapelle als modernes Wohnzimmer Gottes vor, in dem sich gläubige, suchende, kritische oder einfach neugierige (junge) Menschen willkommen fühlen und mit dem Göttlichen in Berührung kommen können.» sagt Thomas Betschart, Initiant von des Projekts.
Die Segnung der Kapelle findet am Freitag, 25. September 2020, 19.00 Uhr durch Bischofsvikar Hanspeter Wasmer voraussichtlich in Menzingen statt. Im Herbst wird sie das Zentrum des Messeauftritts der Katholischen Kirche Zug an der Zuger Messe sein, falls dies die Corona-Situation erlaubt. mitg./bth

Den aktuellen Standort der Kapelle finden Sie jederzeit unter www.die-kapelle.ch.

Siehe auch Artikel «Ein Wohnzimmer Gottes für die Zuger Messe 2020»

 

Der Pastoralraum Zugersee Südwest erhält eine neue Leitung: Frau Dr. theol. Michèle Adam Schwartz wird ab 1. August als Gemeindeleiterin ad interim der drei Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel wirken.

Gemäss der Medienmitteilung vom 14. Mai freuen sich die Kirchenräte Risch und Meierskappel sehr, dass dank der engen Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bischofsvikar bereits eine Nachfolgelösung für die Leitung des Pastoralraums Zugersee Südwest gefunden werden konnte. Frau Adam wird ab 1. August als Gemeindeleiterin ad interim der drei Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel angestellt werden. Der Bischof wird ihr für diese Aufgabe die kirchliche Beauftragung (missio canonica) erteilen und sie zur Pastoralraumleiterin ernennen. Da das Bistum für Seelsorgende, die das Pensionsalter erreichen, nur noch befristete Beauftragungen erteilt, wird auch jene von Frau Adam auf 3 Jahre befristet sein. Deshalb findet keine Wahl durch die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde statt. Eine weitere Beauftragung ist nach Ablauf der Frist möglich.

Für die priesterlichen Aufgaben ist das Bistum noch auf der Suche nach einem leitenden Priester. Bis ein solcher gefunden ist, obliegt die Pfarrverantwortung für die Pfarreien dem Bischofsvikar.

Michèle Adam ist Doktorin der Theologie. Ihre Dissertation im Jahre 2012 trägt den Titel «Pfarrei und Kirchgemeinde». Seit 2013 ist Frau Adam Dozentin im Fach Kirchenrecht an der Universität Fribourg. Ebenso bringt sie langjährige Erfahrung als Theologin, Seelsorgerin und Gemeindeleiterin mit.
Frau Adam ist verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Söhnen. Mit ihrer Familie wohnt sie in Oberägeri. Sie hat sich entschieden, gemeinsam mit ihrem Ehegatten im Sommer 2020 ins Pfarrhaus Risch einzuziehen. Für die vielfältigen Aufgaben, welche Frau Adam im Pastoralraum Zugersee Südwest übernehmen wird, möchte sie vor Ort sein.

 

Medienmitteilung vom 14. Mai 2020

 

 

 

 

Der Leuchtturm, Diakonie & Soziales, der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug verteilt jedes Jahr Lebensmittel an seine Kundschaft – heuer wegen der Corona-Krise in Zusammenarbeit mit einem Velokurier.

Vom Schweizerischen Roten Kreuz veranstaltet, findet alljährlich die Aktion «2x Weihnachten» statt. Im Dezember und Januar werden Lebensmittel für Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen gesammelt. Der Leuchtturm verteilt dann jeweils diese Lebensmittel an seine Klientinnen und Klienten. Im Rahmen der bundesrätlichen Anordnung «Bleiben Sie zuhause» stellte sich dem Team dieser sozialen Institution nun das Problem, wie die Menschen unter den erschwerten Bedingungen zu den Lebensmitteln kommen sollten.

Gelegenheit für wertvolle Gespräche

So kam die Idee auf, die Velokurier Luzern Zug AG – die schnellste und sinnvollste Transportlösung – anzufragen, die dann auch zusagte. Dann klärten die Mitarbeiterinnen des Leuchtturms bei ihren Klientinnen und Klienten ab, ob sie Interesse an einer Tasche mit Lebensmitteln hätten. In diesem Zusammenhang ergab sich für die Beraterinnen auch zugleich die Möglichkeit, mit ihren Klientinnen und Klienten wertvolle Gespräche zu führen. Diese telefonische Kontaktnahme wurde sehr geschätzt. Am 6. Mai lieferte dann der Velokurier die Lebensmitteltaschen aus.

Projekt erfüllt strategische Ziele

Für die Mitarbeiterinnen des Leuchtturms stecken in diesem Projekt viele für sie wichtige Aspekte: Schnelle, sichere und ökologische Verteilung der Lebensmittel, Aufrechterhalten von Kontakt mit der Kundschaft per Telefon sowie Zusammenarbeit mit einer regionalen Firma, dem Velokurier. Ganz nach dem Motto: Dienst am Menschen – gelebte Diakonie – zusammen zum Ziel – gemeinsam stark.

 

Raffaela Herzog,  Sozialarbeiterin Leuchtturm

 

Mehr Informationen zum Wirken des «Leuchtturms»

Aufgrund der Corona Krise und als Zeichen der Solidarität hat der Kirchenrat der Katholischen Kirche Stadt Zug am 28. April 2020 beschlossen, alle Kirchenmusikerinnen und -musiker zu entschädigen.

Infolge Verschärfung der Massnahmen vom Bund zum Schutz vor dem neuen Coronavirus müssen alle kirchlichen Veranstaltungen voraussichtlich bis am 8. Juni 2020 abgesagt werden. Alle freischaffenden Musikerinnen und Musiker, die jeweils von der Katholischen Kirchgemeinde Zug engagiert werden, können seit dem 16. März 2020 keine Auftritte wahrnehmen. Sie erhalten 80 Prozent der vereinbarten Gage. Dies betrifft alle kirchliche Veranstaltungen, welche in Folge der aktuellen Krise abgesagt werden mussten.
Diese Auszahlungen sind als einmalige Sonderentschädigung zu verstehen. Organistinnen und Organisten erhalten den vollen Lohn – wie alle anderen Mitarbeitenden.

 

Medienmitteilung vom 5. Mai 2020

 

 

Am Auffahrtstag, dem 21. Mai 2020, würde üblicherweise die alljährige Zuger Landeswallfahrt nach Einsiedeln stattfinden. Aufgrund der Coronakrise fällt sie jedoch in diesem Jahr aus.

Rund 600 Jahre alt ist die Tradition, dass am Auffahrtstag zahlreiche Zugerinnen und Zuger nach Einsiedeln pilgern. Menschen aller Art und Alters machen sich allein oder in organisierten Gemeinschaften der Pfarreien auf den Weg und kommen sich in Begegnungen und Gesprächen näher. Am Nachmittag findet in der Stiftskirche Einsiedeln jeweils die feierliche Eucharistiefeier statt.
Die Pfarreien des Kantons Zug, die jedes Jahr mit verschiedenen Programmen aufwarten, mussten aufgrund der Coronakrise die diesjährigen Veranstaltungen absagen.

 

Medienhinweis der Katholischen Kirche Zug vom 4. Mai 2020

 

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