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Am 28. Mai wird im Kanton Zug erstmals die ökumenische Aktion «Lange Nacht der Kirchen» stattfinden. Die katholische und die reformierte Kirche laden die Bevölkerung ein, zwischen 18 und 24 Uhr an diversen Veranstaltungen teilzunehmen.

Markus Burri, Sie sind der kantonale Koordinator der Aktion auf katholischer Seite. Was hat die Pfarreien zur Teilnahme bewogen?

Die Aktion ist eine grosse Chance für die Kirche, neue Kontakte zu knüpfen und ihr vielfältiges Engagement zu zeigen. Die Pfarreien haben ein umfassendes Reservoir an Angeboten und Attraktionen, so dass sie trotz der Restriktionen wegen Corona noch einiges zu bieten haben.

Welche konkreten Ziele möchten Sie mit der Teilnahme erreichen?

Ich bin überzeugt, dass diese Aktion eine Ausstrahlungskraft über den Kreis der aktiven Kirchenmitglieder hinaus hat. So kann die Nacht zu einem positiven Image der Kirche beitragen. Gerade jetzt, wo wir wegen Corona viele Einschränkungen hinnehmen müssen, kann diese Aktion ein starkes Zeichen sein. Denn die Kirchen ermöglichen im Rahmen des Machbaren ein Miteinander.

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher der «Langen Nacht»?

Die Pfarreien und Kirchgemeinden werden Attraktivitäten aus ihrem kulturellen Schatz öffentlich zugänglich machen. Am frühen Abend richten sich verschiedene Angebote an Familien und ihre Kinder. Sie können biblische Geschichten oder Musik hören, auf Schatzsuche gehen, Brot backen und vieles mehr. Attraktiv sind auch die geführten Besichtigungen zu Kirchenschätzen, Kirchtürmen oder Kunstwerken wie Glasfenstern. Daneben gibt es eine Fülle von Konzerten, Licht- und Musikshows, Verköstigungen mit Suppen oder Süssigkeiten. Auch Angebote, die das Glaubensleben ansprechen, kommen nicht zu kurz, sei es im praktischen Tun, durch das Hören von mystischen Menschen oder im Raum der Stille.

Wie lange dauert die «Lange Nacht»?

Offiziell starten die Veranstaltungen am 28. Mai um 18.00 Uhr und dauern bis Mitternacht. Es kann aber sein, dass die eine oder andere Pfarrei die Zeiten etwas anderes setzt. Unter www.langenachtderkirchen.ch sind schweizweit alle Veranstaltungen der teilnehmenden Pfarreien aufgeführt und jederzeit einsehbar.

Macht Corona die Planung dieses Events nicht enorm aufwändig?

Generell sind die Gemeindeleitenden und die Mitarbeitenden durch die Pandemie-Situation enorm gefordert. Die stets vorhandene Ungewissheit erschwert das Pfarreileben. Dauernd muss neu geplant und umorganisiert werden. Die «Lange Nacht der Kirchen» wird zweifelsohne noch einen Zusatzaufwand mit sich bringen. Die Pfarreien sind aber bereit, diesen zu leisten, um damit ein Zeichen hin zur Normalität zu setzen.

www.langenachtderkirchen.ch

 

Interview Bernadette Thalmann

 

Pfarrer Kurt Schaller wird ab dem 1. Advent 2021 (27./28. November) neu die Pfarrei Gut Hirt sowie Good Shepherd’s, die katholische Gemeinschaft von englischsprachigen Personen, leiten. Er tritt die Nachfolge von Urs Steiner an, der in Pension geht.

Kurt Schaller ist derzeit Leiter des Pastoralraums Emmen Rothenburg und Pfarrer in den Pfarreien Gerliswil und Bruder Klaus. Er freut sich auf die kulturelle Vielfalt in Gut Hirt und Good Shepherd’s und die Zusammenarbeit im Pastoralraum Zug Walchwil. Die Kirchgemeinde heisst Kurt Schaller bereits heute herzlich willkommen.

Urs Steiner hat sich während 18 Jahren für die Pfarrei Gut Hirt engagiert und geht mit 67 Jahren in Pension. Er wird am 26. September um 9.30 Uhr anlässlich eines Gottesdienstes in der Kirche Gut Hirt verabschiedet. Mitg/bth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die katholische und die reformierte Kirche haben Stellung zur Motion einiger Zuger Parlamentarier bezogen, welche die Kirchensteuern von Firmen im Kanton für freiwillig erklären wollen. Die Kirchen rechnen mit weitreichenden Folgen für die Gesellschaft.

Bereits zweimal – 2001 und 2005 – scheiterten Versuche, die Kirchensteuern für juristische Personen im Kanton Zug abzuschaffen. Nun startete die SVP-Fraktion Anfang Jahr erneut einen Anlauf, unterstützt von einigen FDP-Kantonsrätinnen und -räten. Die Argumentation: Steuerabgaben für juristische Personen seien verfassungsmässig fragwürdig. Unternehmen könnten keiner Konfession angehören und sich auch nicht auf das Grundrecht der Religionsfreiheit berufen. Ausserdem stören sich die Motionäre an der Einmischung der Kirchen in politische Angelegenheiten. Es gehe nicht an, Unternehmen zu kritisieren, von denen sie Gelder erhalten. Deshalb solle der Regierungsrat nun einen gesetzlichen Vorschlag erarbeiten, der die Firmen von der Kirchensteuerpflicht entlaste.

Kirchen stehen für Dialog mit der Wirtschaft

In einem Interview mit der Zuger Zeitung vom 21. April nahmen die beiden Kirchenpräsidenten Karl Huwyler und Rolf Berweger Stellung zur Motion. Schon mehrmals habe das Bundesgericht die angezweifelte Verfassungskonformität der juristischen Kirchensteuern bestätigt, argumentiert Karl Huwyler. Und zur politischen Einmischung kontert er mit dem Beispiel der Konzernverantwortungsinitiative: Keine einzige Zuger Kirchgemeinde habe sich dazu geäussert. Allerdings sei auch klar, dass man keine Maulkörbe verteilen könne. Den Kirchen gehe es um ein Zusammengehen mit der Wirtschaft, betont Rolf Berweger. Als leuchtendes Beispiel für den Dialog mit der Wirtschaft steht die Fachstelle «Forum Kirche und Wirtschaft». Seit bereits 11 Jahren ist sie erfolgreich unterwegs, mit regelmässigen und gut besuchten Veranstaltungen zu ethischen Themen in der Wirtschaft.

Soziales Auffangnetz würde grossmaschiger

Müssten die Kirchen tatsächlich auf die Steuern von Unternehmen verzichten, hätte das weitreichende Folgen für die Gesellschaft, sind sich die beiden Präsidenten einig. Insgesamt hätten die Kirchen dann Mindereinnahmen um die 29 Millionen Franken zu verkraften. Das entspricht rund 50 Prozent der gesamten Steuereinnahmen.
Unzählige soziale Engagements wären dadurch gefährdet. Die Kirchen haben in der Vergangenheit ihr diakonisches Wirken im Kanton breit ausgebaut und leisten heute einen substanziellen Beitrag zur Tragfähigkeit des sozialen Auffangnetzes. Sozialberatungsstellen, Alters-, Familien- und Jugendarbeit, Seelsorge für Menschen mit Einschränkungen, für Kranke in Spitälern, psychisch Kranke, Gefangene, Sterbende. Zu den sozialen Leistungen hinzu kommen kulturelle – für Musik, Chöre und identitätsstiftende historische Bauten – sowie diverse Weiterbildungsangebote. Sie alle könnten allenfalls nicht mehr finanziert werden.

Verlagerung von Verantwortlichkeiten mit ungewissen Folgen

Wollte der Kanton entstehende Lücken wieder schliessen, müsste er seinerseits die Steuern erhöhen, für natürliche wie auch juristische Personen, betonen die beiden Kirchenvertreter. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Kirchen mit ihren vielen freiwillig Mitarbeitenden – bei der katholischen Kirche sind es über 3000 im Kanton – über enorm wertvolle Ressourcen verfügen. Karl Huwyler berechnet den monetären Wert der Freiwilligenarbeit mit rund 12 Millionen Franken.

Aus Sicht der Kirchen würde die Motion das synergetische Wirken zwischen Kirche, Staat und Wirtschaft beschneiden und zu einer Verlagerung von Verantwortlichkeiten mit ungewissen Folgen führen. Rolf Berweger und Karl Huwyler sind zuversichtlich: «Die Kirchen vertrauen darauf, dass der Regierungsrat, der Kantonsrat und auch das Zuger Volk die Rolle der Kirchen nach wie vor würdigen und die Motion ablehnen.»

 

Bernadette Thalmann

Ralf Binder, Gemeindeleiter der Pfarrei Walchwil, wird den Pastoralraum Zug Walchwil per Ende Juni verlassen. Seine Verabschiedung findet am 12./13. Juni statt. In Zusammenarbeit mit dem Bistum Basel wird nun eine Nachfolgelösung gesucht.

«Während meiner Weiterbildung in Chur und der anschliessenden Auszeit im Benediktinerkloster Münsterschwarzach im vergangenen Herbst habe ich nach reiflicher Überlegung entschieden, meine Aufgabe als Gemeindeleiter abzugeben», sagt Ralf Binder. Er wird die Pfarrei St. Johannes der Täufer Walchwil im Sommer 2021 verlassen. Bischof Felix Gmür hat er um die Entpflichtung  per 30. Juni gebeten. Ab dem 1. Juli 2021 wird er im Pastoralraum Baldeggersee beruflich tätig sein.
Ralf Binder dankt allen, mit denen er zusammenarbeiten durfte und die ihm ihr Vertrauen entgegengebracht haben. «Mit der Bitte um Verständnis wünsche ich allen Beteiligten Gottes klärenden Segen und alles Gute für die Zukunft.»

Der Kirchenrat und das Pastoralraumteam bedauern den Entscheid von Ralf Binder. «Wir wünschen ihm und seiner Familie alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für den Übergang und Neuanfang. Das Bistum, der Pastoralraum und die Kirchgemeinde werden gemeinsam alles daransetzen, eine gute Nachfolgelösung zu finden» lassen Karl Huwyler, Präsident Kirchenrat Walchwil, und Reto Kaufmann, Pastoralraumpfarrer, verlauten. Eine Würdigung der Tätigkeit von Ralf Binder in Walchwil werde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Verabschiedung findet am 12./13. Juni 2021 statt.  mitg./bth

In der Bauhütte gegenüber der Kirche St. Oswald wird im Frühsommer 2021 ein Seelsorgecafé eröffnet, vorausgesetzt, die Pandemieentwicklung erlaubt dies. Als Projektleiterin wurde Michèle Bowley gewählt.

Das Café wird einen unkomplizierten Zugang zu Begegnung und seelsorge­rischen Gesprächen für alle Menschen bieten, unabhängig von Konfession oder Religion. Während der Öffnungszeiten wird jeweils eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger für ein unentgeltliches Gespräch vor Ort sein. Träger des neuen Angebotes sind die Katholische Kirche der Stadt Zug und die Reformierte Kirche Kanton Zug.
Für die Projektleitung der «Bauhütte» wurde Michèle Bowley gewählt. Sie ist Gesundheitspsychologin und im Raum Zug bestens vernetzt, da sie bereits seit vielen Jahren als Programmleiterin Psychische Gesundheit im Amt für Gesundheit, Kanton Zug tätig war. Sie wird ihre Stelle am 1. April 2021 in einem Pensum von 20 Prozent antreten und dieses schrittweise auf 60 Prozent erhöhen.

Der Kirchenrat freut sich, mit Michèle Bowley eine projekterfahrene Person gefunden zu haben, und wünscht ihr viel Erfolg und Erfüllung im Aufbau dieses neuen Angebots für die Bevölkerung von Zug.  mitg./bth

 

 

 

Das Seelsorgeteam der Pfarrei Baar erhält Verstärkung. Nach dem schmerzlichen Verlust von Diakon Rolf Zimmermann ist es dem Kirchenrat gelungen, mit Diakon Roger Kaiser-Messerli die Vakanz per 1. September 2021 neu zu besetzen.

Zum Baarer Seelsorgeteam stösst mit Roger Kaiser (56) ein erfahrener Theologe: Von 2005 bis 2018 war er Gemeindeleiter der Pfarrei Rotkreuz und seit 2018 ist er Mitglied des Pastoralraumteams Zugersee Südwest. Er wird als Ansprechperson für Inwil in der Kirche St. Thomas wirken, in den damit verbundenen Gruppen Einsitz nehmen und im Liturgieteam der Pfarrei St. Martin mitarbeiten.

«Nach 21 schönen, lehrreichen und intensiven Jahren als Seelsorger im Pastoralraum, kommt für mich nun die Zeit weiterzuziehen», sagt Roger Kaiser zu seinem Wechsel. «Bereits im Jahr 2017 hat mir das Bistum zu verstehen gegeben, dass spätestens in drei bis vier Jahren ein Stellenwechsel für mich anstehe. Der Personalverantwortliche und der Bischofsvikar haben mich dementsprechend im vergangenen Herbst kontaktiert, mit dem Hinweis, dass der Sommer 2021 ein guter Termin dafür sei.» Auch für Roger Kaiser stimmt das Timing. «So habe ich genügend Zeit, noch etwas aufzubauen bis zu meiner Pensionierung in neun Jahren.» Er freut sich auf die neue Herausforderung und vor allem auf die Menschen, insbesondere die Mitarbeitenden.

Bis Ende Juli 2021 wirkt Roger Kaiser weiterhin als Diakon im Pastoralraum Zugersee Südwest.

 

Bernadette Thalmann

Zum Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht» lud die CityKircheZug Patti Basler ein, das Predigtwort im Sonntagsgottesdienst zu halten. Der Live-Stream machte es möglich, dass auch jene, die keinen Platz mehr in der Kirche bekamen, von zu Hause aus teilnehmen konnten.

Patti Basler textet, dichtet, slammt und bringt gereimte Ungereimtheiten auf die Bühne. Und jetzt auch in die Kirche. Die Instant-Protokollantin der SRF-Arena predigte am vergangenen Sonntag im Gottesdienst der CityKircheZug aus Anlass des 50-jährigen Frauenstimmrechts. Bereits am Mittwoch waren alle möglichen Plätze vergeben. Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten der reformierte Pfarrer Andreas Haas und der katholische Pfarreiseelsorger Roman Ambühl.

Wer Patti Basler kennt, weiss, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und ein wahres Feuerwerk an Sticheleien, Pointen und Gedanken aneinanderreiht. Ausgehend von der Schöpfungsgeschichte bei Genesis brachte sie die Mitfeiernden in der CityKircheZug mit Spare Ribs, Wandlung und Josi Meier zum Schmunzeln und Nachdenken. Speziell zu erwähnen auch, was Patti Basler zur Mutter Gottes sagte: «Maria machte das Beste daraus, als sie ungewollt schwanger wurde. Mit der Geburt von Jesus hat sie eine neue Weltreligion gegründet, nicht im Namen von Krieg, sondern im Namen der Liebe, der Liebe einer Mutter.» Patti Basler rief auf, die Stimme zu erheben für die Menschen, die vor der Ungerechtigkeit fliehen und von einer besseren Welt träumen. Sie schloss mit den eindrücklichen Worten: «Und vergiss nicht, das Göttliche ist deine Mutter.»

 

Gaby Wiss, CityKircheZug

 

 

Die Kirchgemeindeversammlung der Stadt Zug hat im Dezember 2020 über die Verwendung des Ertragsüberschusses entschieden. Der Kirchenrat setzt nun einen Teil des Gewinns für Spenden ein. Das Hospiz Zentralschweiz erhält 150 000 Franken.

Der Ertragsüberschuss von 2019 betrug 1 167 967 Franken. Davon wurden 300 000 Franken für Spenden an Organisationen und für Projekte verwendet, die von der aktuell herrschenden Coronakrise betroffen sind, wie der Kirchenrat in seiner Medienmitteilung bekannt gibt.

Der Kirchenrat begünstigt nationale, kantonale und ausländische karitative Organisationen wie folgt: 

  • Caritas Schweiz 20 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Fastenopfer 20 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Heiligland Opfer 10 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Hospiz Zentralschweiz 150 000 Franken: Das Hospiz begleitet Menschen im letzten Lebensabschnitt und ermöglicht ihnen ein würdevolles Leben bis zum Tod.
  • FRW Interkultureller Dialog, Baar, 10 000 Franken Unterstützung
  • Diakonie Leuchtturm, Zug, 50 000 Franken (Unterstützungsfonds für bedürftige Menschen in Zug)

Die schwierigen Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerung haben sich weltweit weiter verschlechtert. Der Kirchenrat ist überzeugt, dass es eine wichtige Aufgabe der Kirche ist, die Bevölkerung in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise zusätzlich zu unterstützen. mitg./bth

 

Die Zuger Woche hat in ihrer Ausgabe vom 20. Januar Thomas Betschart, Katechet Pfarrei Oberägeri, als Zuger des Jahres nominiert. Dies aufgrund seines vielseitigen Engagements, unter anderem für das Projekt der fahrenden Kapelle.

Die fahrende Kapelle im Tiny-House-Stil war einer der Träume von Thomas Betschart. Ende Mai des vergangenen Jahres wurde er zur Realität. Die Kapelle war fertiggestellt und rollte am 8. Juni zum Strassenverkehrsamt, wo sie gepüft wurde. Seither ist sie auf Tournee in Pfarreien des Pastoralraums Zug Berg.
Das kirchliche Projekt «die.kapelle», konzipiert von und für junge Erwachsene, wird getragen vom «Verein die.kapelle». Dessen Gründer ist Thomas Beschart. Für ihn ist die Kapelle «ein modernes Wohnzimmer Gottes, in dem sich gläubige, suchende, kritische oder einfach neugierige (junge) Menschen willkommen fühlen und mit dem Göttlichen in Berührung kommen können.»
In der kleinen Kapelle kann man eine Kerze anzünden, Stille finden, meditieren, beten, Gespräche führen, Mini-Workshops besuchen, Kleinstkonzerte geniessen, Taizé-Lieder singen oder einfach eine Pause machen.
Wegen Corona mussten die gemeinschaftlichen Anlässe im Dezember abgesagt werden. Stattdessen wurde an jedem Adventssonntag ein Podcast ausgestrahlt, in dem junge Erwachsene über Lebenssinn und -Unsinn diskutierten. Sofern Corona es zulässt, wird die Kapelle auch am Stand der Katholischen Kirche Zug anlässlich der Zuger Messe im Oktober dieses Jahres präsent sein.

Wählen Sie mit!

Wer möchte, kann die Wahl von Thomas Betschart zum «Zuger des Jahres» unterstützen. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff «Zuger des Jahres» und der Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse sowie dem Satz «Ich wähle Thomas Betschart zum Zuger des Jahres» an die Adresse redaktion@zugerwoche.ch.

 

Bernadette Thalmann

 

 

 

Selten waren die Möglichkeiten, Advent und Weihnachten zu feiern, so vielfältig wie in diesem Jahr. In den Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil nutzten zahlreiche Kinder und Erwachsene dankbar die verschiedenen Angebote.

Kleinkinder lauschten gebannt der kurzen Weihnachtsgeschichte in Gut Hirt. Die grösseren Kinder erlebten die Weihnachtsgeschichte an verschiedenen Stationen zwischen St. Oswald und St. Michael mit einem interaktiven Krippenspiel. In der Pfarrei Bruder Klaus waren viele Familien den Impulsen der Adventskerze 2020 gefolgt und feierten als Pfarreigemeinschaft in einer besonders weihnachtlich geschmückten Kirche. In Walchwil sang der Kirchenchor das zuvor eingespielte Stille Nacht fünfstimmig und schaffte eine zauberhafte Atmosphäre. Und in St. Johannes Zug nutzten vor allem Familien (vom Baby bis zur 85-Jährigen) die Möglichkeit, zeitunabhängig in das Geheimnis von Weihnachten einzutauchen. Eindrücklich die Gedanken, die sich Kinder der vierten Klassen zur Weihnachtsgeschichte machten, so zum Beispiel: «Maria und Josef, passt gut auf euch auf, die Menschen sind nicht so nett zu Fremden. Sie werden euch wegjagen, ihr seht nicht so aus, als ob ihr viel Geld hättet.» Oder: «Es ist doch immer dasselbe: Auch damals gab es arme Leute, die flüchten mussten. Und heute gibt es diese immer noch.» Oder: «Halten wir an Weihnachten den Platz in unseren Herzen frei für Menschen, denen es nicht so gut geht.»

Erstmals wurden die Weihnachtsgottesdienste von St. Michael nach St. Oswald und via Internet nach Hause übertragen. Bereits am Mittwoch waren sämtliche 50 Plätze im Mitternachtsgottesdienst ausgebucht. «So konnte es auch für mich Weihnachten werden», drückte es eine ältere Frau aus, die den Gottesdienst am Bildschirm mitverfolgte. Ein Ehepaar, das den Gottesdienst in St. Oswald mitfeierte, dankte für die schönen, hoffnungsvollen Worte: «In dieser schwierigen Zeit ist das Balsam auf unsere Seele.»

Neue digitale Medien erweitern die Reichweite. Die zeitliche Unabhängigkeit vieler Angebote entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Der Kern der Weihnachtsbotschaft aber ist geblieben. Gott kommt in die Welt und geht mit den Menschen durchs Leben. Es war damals keine heile Welt und sie ist es auch heute nicht. Weihnachten ist und bleibt ein Hoffnungszeichen: Wir sind nicht allein − gemeinsam können wir auch schwierige Zeiten meistern.

 

Gaby Wiss, Leitungsassistentin Pastoralraum Zug Walchwil

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