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Die SVP verlangt in einer Motion, dass die Kirchensteuern für juristische Personen im Kanton Zug nicht mehr obligatorisch, sondern freiwillig werden. Käme das Begehren durch, hätte dies für die Zuger Gesellschaft markante Folgen.

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Paukenschlag im Bistum Chur: Joseph Maria Bonnemain (72) wird neuer Bischof. Weihbischof Marian Eleganti (65) hatte schon 2019 seinen Rücktritt eingereicht – Papst Franziskus nimmt diesen nun an. Die Bischofsweihe wird wohl an Ostern stattfinden.

 

Prof. Dr. Martin Rötting übernimmt neu die wissenschaftliche Leitung des Lehrgangs «Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess». Das Lassalle-Haus führt diesen im Juni 2021 in Kooperation mit der Universität Salzburg und dem RomeroHaus durch.

Als Nachfolger des am 27.1.2021 verstorbenen Salzburger Prof. Ulrich Winkler, welcher sich zeit seines Lebens für den interreligiösen Dialog eingesetzt hat, möchte Martin Rötting die wichtige Arbeit seines Vorgängers weiter voranbringen. Dazu gehört auch die wissenschaftliche Leitung des Universitätslehrgangs «Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess», welcher ab Juni 2021 zum 11. Mal durchgeführt wird.

Martin Rötting ist Leiter des «Center for Intercultural Theology and Study of Religions» an der Universität Salzburg. Er sieht im Kontext von Corona zunehmend polarisierende Kräfte aufkommen, welche die Gesellschaft spalten. Der interreligiöse Dialog kann Brücken bauen und spielt eine wichtige Rolle wenn es darum geht, einen Umgang mit unterschiedlich religiös und auch säkular geprägten Menschen zu finden. Der Lehrgang eröffnet den Reichtum und die Vielfalt der Religionen und hilft, die eigene Identität zu stärken. So findet ein Dialog letztlich immer zwischen Menschen statt und nicht zwischen Religionssystemen. Das Verständnis für den anderen hilft gerade im beruflichen Kontext, bei dem wir mit Menschen aus verschiedenen Traditionen im Kontakt stehen.

Der Universitätslehrgang «Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess» wird in der Schweiz im Lassalle-Haus und im RomeroHaus durchgeführt. Er ist berufsbegleitend und dauert 6 Semester.

Weitere Details zu Martin Rötting

Video zum Universitätslehrgangs «Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess» durch Christian Rutishauser SJ, Provinzial der Schweizer Jesuiten und Experte im interreligiösen Dialog.

 

Zum Jubiläum 50 Jahre Frauenstimmrecht lud die CityKircheZug Patti Basler ein, das Predigtwort im Sonntagsgottesdienst zu halten. Der Live-Stream machte es möglich, dass auch jene, die keinen Platz mehr in der Kirche bekamen, von zu Hause aus teilnehmen konnten.

Patti Basler textet, dichtet, slammt und bringt gereimte Ungereimtheiten auf die Bühne. Und jetzt auch in die Kirche. Die Instant-Protokollantin der SRF-Arena predigte am vergangenen Sonntag im Gottesdienst der CityKircheZug aus Anlass des 50-jährigen Frauenstimmrechts. Bereits am Mittwoch waren alle möglichen Plätze vergeben. Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten der reformierte Pfarrer Andreas Haas und der katholische Pfarreiseelsorger Roman Ambühl.

Wer Patti Basler kennt, weiss, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und ein wahres Feuerwerk an Sticheleien, Pointen und Gedanken aneinanderreiht. Ausgehend von der Schöpfungsgeschichte bei Genesis brachte sie die Mitfeiernden in der CityKircheZug mit Spare Ribs, Wandlung und Josi Meier zum Schmunzeln und Nachdenken. Speziell zu erwähnen auch, was Patti Basler zur Mutter Gottes sagte: «Maria machte das Beste daraus, als sie ungewollt schwanger wurde. Mit der Geburt von Jesus hat sie eine neue Weltreligion gegründet, nicht im Namen von Krieg, sondern im Namen der Liebe, der Liebe einer Mutter». Patti Basler rief auf, die Stimme zu erheben für die Menschen, die vor der Ungerechtigkeit fliehen und von einer besseren Welt träumen. Sie schloss mit den eindrücklichen Worten: «Und vergiss nicht, das Göttliche ist deine Mutter.»

 

Gaby Wiss, CityKircheZug

 

 

Nach über 20 Jahren als Weihbischof des Bistums Basel hat sich Denis Theurillat (70) für den Ruhestand entschieden. Papst Franziskus hat seine Demission angenommen. Bischof Felix bedauert seinen Rücktritt.

«Das anspruchsvolle Bistum Basel mit den vielen Spannungsfeldern rund um die Kirchenentwicklung verlangt viel Kraft. Ein Unfall im letzten Herbst war für mich ein Zeichen, leiser zu treten», sagt Denis Theurillat zu seinem Entscheid. «Aber auch als Emeritus werde ich ein „Happy Bischof“ bleiben!»
Bischof Felix Gmür und die Diözesankurie würdigen Weihbischof Denis Theurillat als feinfühligen Diplomaten und Sympathieträger des Bistums und bedauern seinen Rücktritt sehr. Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt.

Weihbischof Denis Theurillat schaut auf eine lange und vielseitige Tätigkeit für das Bistum Basel und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz zurück. Das erste Jahrzehnt als Weihbischof und residierender Domherr des Standes Bern erfolgte in Zusammenarbeit mit dem damaligen Bischof Kurt Koch, das zweite Jahrzehnt mit Bischof Felix Gmür (2000-2020). Von 2011 bis 2017 leitete Weihbischof Denis das Pastoralamt des Bistums. Seit 2015 war er für die Orden und religiösen Gemeinschaften im Bistum Basel zuständig, ab 2017 als Bischofsvikar.
Im Rahmen der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zeichnete Denis Theurillat von 2000 bis 2012 u.a. als Jugendbischof für die ganze Schweiz verantwortlich. Bis zum Rücktritt engagierte er sich für die Ökumene und vertrat die SBK in der AGCK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen). Zudem war er als Präsident des Frauenrates tätig. Noch im letzten Oktober appellierte Weihbischof Denis für eine Synode oder ein päpstliches Konzil zur Rolle der Frauen in der Kirche.

 

Hansruedi Huber, Kommunikationsverantwortlicher Bistum Basel

 

Die Kirchgemeindeversammlung der Stadt Zug hat im Dezember 2020 über die Verwendung des Ertragsüberschusses entschieden. Der Kirchenrat setzt nun einen Teil des Gewinns für Spenden ein. Das Hospiz Zentralschweiz erhält 150 000 Franken.

Der Ertragsüberschuss von 2019 betrug 1 167 967 Franken. Davon wurden 300 000 Franken für Spenden an Organisationen und für Projekte verwendet, die von der aktuell herrschenden Coronakrise betroffen sind, wie der Kirchenrat in seiner Medienmitteilung bekannt gibt.

Der Kirchenrat begünstigt nationale, kantonale und ausländische karitative Organisationen wie folgt: 

  • Caritas Schweiz 20 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Fastenopfer 20 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Heiligland Opfer 10 000 Franken (Soforthilfe im Frühling 2020)
  • Hospiz Zentralschweiz 150 000 Franken: Das Hospiz begleitet Menschen im letzten Lebensabschnitt und ermöglicht ihnen ein würdevolles Leben bis zum Tod.
  • FRW Interkultureller Dialog, Baar, 10 000 Franken Unterstützung
  • Diakonie Leuchtturm, Zug, 50 000 Franken (Unterstützungsfonds für bedürftige Menschen in Zug)

Die schwierigen Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerung haben sich weltweit weiter verschlechtert. Der Kirchenrat ist überzeugt, dass es eine wichtige Aufgabe der Kirche ist, die Bevölkerung in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise zusätzlich zu unterstützen. mitg./bth

 

Das Präsidium der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug hat Thomas Hausheer zum neuen Leiter des «Forum Kirche und Wirtschaft» gewählt. Er folgt per 1. Juni 2021 auf Christoph Balmer, der seit knapp 12 Jahren der Fachstelle vorsteht.

Thomas Hausheer (1963) ist als ausgewiesener Geschäftsmann im Tourismusbereich mit der Zuger Wirtschaft stark vernetzt. Der gebürtige Zuger freut sich auf die neue Aufgabe: «Es geht hier wie im Tourismus hauptsächlich um Begegnung und Vermittlung».
Sein Studium der Betriebswissenschaft absolvierte Thomas Hausheer an der Universität Bern. Anschliessend war er in der Tourismusforschung tätig. 1990 stieg er in das familieneigene Reiseunternehmen ein, welches er über drei Jahrzehnte in verschiedenen Führungspositionen massgeblich prägte. Im Zuge der Nachfolgeregelung wurde die Firmengruppe an die Knecht-Holding veräussert. Dort wird Thomas Hausheer weiterhin ein Beratungsmandat innehaben.
Als Verwaltungsrat der Sportmittelschule Engelberg ist er auch in der Sportförderung engagiert. Überdies ist Thomas Hausheer seit 15 Jahren Kirchenrat der Reformierten Kirche des Kantons Zug und für die Beratung Triangel zuständig. Er wohnt in Unterägeri, ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern.

Christoph Balmer, der die Fachstelle Forum Kirche und Wirtschaft im August 2009 aufgebaut und in der Folge erfolgreich geleitet hat, wird seinen Nachfolger noch während einer Übergangszeit begleiten, bevor er dann mit 68 Jahren die Pensionierung antreten wird.

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 2. Februar 2021

seelsam – ökumenische Seelsorge für Behinderte feiert heuer das 20-jährige Bestehen. Andrea Koster Stadler und Ruedi Hofer geben als Leitungsteam erste Einblicke in die umfangreichen Aktivitäten, die sie und ihr Projektteam derzeit am Gestalten sind.

Andrea Koster Stadler, wann genau feiert die ökumenische Fachstelle seelsam ihr Jubiläum?

Höhepunkt des Jubiläumsjahrs wird das Fest am Samstag, 18. September sein. Es wird mit vielen Überraschungen aufwarten. Darüber hinaus planen wir aber für das ganze Jahr 2021 fröhliche, aufgestellte Impulse, denn es gibt schon genügend schwere Themen, die es zu tragen gilt.

Können Sie uns ein paar Einblicke geben? Was konkret wird am grossen Fest stattfinden?

Wir feiern zusammen Gottesdienst und werden dabei von Musik und einem Künstlerpaar begleitet (Ruedi und Claudia Kündig, Biblepainting). Provokative Theaterszenen mit den zuwebe Theaterleuten werden Denkanstösse geben, ein feines Festessen die Gaumen verwöhnen und Marktstände verschiedener Institutionen werden voraussichtlich zum Bummeln und Verweilen einladen. Auch politische Gäste werden anwesend sein. Wir wollen vernetzen, zwischen all den verschiedenen Organisationen rund um Menschen mit einer Behinderung, den betroffenen Menschen selbst und der Öffentlichkeit.

Ruedi Hofer, wer hilft bei der Umsetzung der Jubiläumsaktivitäten mit?

Zur Planung und Umsetzung haben wir ein gut durchmischtes Team zusammengestellt. Mit dabei sind nebst dem Leitungsteam zwei Mütter von betroffenen Söhnen, eine betroffene Frau, die in der zuwebe wohnt, und zwei weitere Seelsorger. Auch die Mitglieder von seelsam selbst wirken bei der Jubiläumsgestaltung mit. Jeden Monat bekommen sie Post mit einer Einladung, sich am Anlass einzubringen. Sie werden den festlichen Rahmen für den 18. September gestalten, mit Basteln, Singen und Dekorieren. Wir möchten sie anstecken mit der Freude darüber, dass seelsam 20-jährig wird.

Welches sind die Ziele, die seelsam in diesem Jahr erreichen möchte?

Das Jubiläum soll weit über das Jahr 2021 hinaus wirken und Spuren hinterlassen! Wir möchten noch vermehrt sichtbar machen, was die Kirchen für Menschen mit Beeinträchtigungen tun. Eine Stärke von uns ist nämlich, dass wir uns bei seelsam Zeit nehmen und offen sind für die Bedürfnisse des Gegenübers, dass wir das Zusammensein geniessen, uns gegenseitig bereichern und anstecken. Damit sind wir ein Gegenpool zur leistungsorientierten Gesellschaft, die immer mehr Menschen krank macht.

Andrea Koster Stadler, sogenannt «behinderte» Menschen haben oft auch ganz besondere Fähigkeiten. Welche sind das?

Wir erleben oft, dass sie dem Gegenüber sehr zugewandt sind. Sie handeln offen und direkt, spüren kaum Barrieren. Entsprechend sind sie bereit und fähig, den Moment zu leben, sich auf das einzulassen, was er bietet. Und nicht zuletzt sind sie in der Regel dankbar, schätzen kleine Gesten und Zuwendungen, sind zuverlässig und treu, verteidigen mitunter hartnäckig, was ihnen wichtig ist. Mit ihrem Wesen zeigen sie uns, dass es auch Leichtigkeit im Leben gibt und nicht immer alles ernst sein muss. Von ihnen können wir lernen, dass unser Leben ein Geschenk ist und wir dankbar sein sollten für unsere Gaben.

Ruedi Hofer, was bedeutet eigentlich der Name «seelsam»?
Unsere Vorvorgängerin Pfarrerin Barbara Brunner hat es so ausgedrückt: seelsam lässt das Feld offen für viele Assoziationen: Balsam für die Seele, Seelsam − heilsam, mit viel Seele, Begegnung von Seele zu Seele, etc.» Auch aus dem seelsam-Logo, das ein Töpfchen mit Salbungsöl zeigt, kann eine Erklärung abgeleitet werden: So, wie man einen Menschen segnet und mit Öl salbt, so versuchen wir Menschen mit kognitiver Behinderung seelisch und leiblich auf sorgsame Weise Gutes zu tun und mit ihnen Gottes Gegenwart zu erleben und zu feiern.

Mit welchen Organisationen arbeitet seelsam zusammen?

Als ökumenische Organisation der katholischen und der reformierten Kirche arbeitet seelsam mit den Pfarreien und Kirchgemeinden sowie verschiedenen Institutionen vor Ort zusammen wie Stiftung Maihof (Haus Maihof, Haus Wiesenweg, Haus Euwmatt und Zentrum Sonnhalde), zuwebe Baar, HPS Zug (Heilpädagogische Schule Zug,) HZH (Heilpädagogisches Zentrum Hagendorn), SHS (Sprachheilschule) Unterägeri und die City Kirche. Wir sind dran, die Kontakte zu erweitern, zu intensivieren und vermehrt Synergien zu nutzen.

Andrea Koster Stadler, wie gelingt es, Menschen mit unterschiedlichen Handicaps als Gemeinschaft anzusprechen?

Dies ist in der Tat eine ganz grosse Herausforderung! Wir versuchen es und freuen uns, wenn es zu Begegnungen kommt, unerwartet, unkonventionell, im Herzen berührend!

 

Andrea Koster Stadler ist katholische Co-Leiterin von seelsam / Ruedi Hofer ist reformierter Co-Leiter von seelsam

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

Die Zuger Woche hat in ihrer Ausgabe vom 20. Januar Thomas Betschart, Katechet Pfarrei Oberägeri, als Zuger des Jahres nominiert. Dies aufgrund seines vielseitigen Engagements, unter anderem für das Projekt der fahrenden Kapelle.

Die fahrende Kapelle im Tiny-House-Stil war einer der Träume von Thomas Betschart. Ende Mai des vergangenen Jahres wurde er zur Realität. Die Kapelle war fertiggestellt und rollte am 8. Juni zum Strassenverkehrsamt, wo sie gepüft wurde. Seither ist sie auf Tournee in Pfarreien des Pastoralraums Zug Berg.
Das kirchliche Projekt «die.kapelle», konzipiert von und für junge Erwachsene, wird getragen vom «Verein die.kapelle». Dessen Gründer ist Thomas Beschart. Für ihn ist die Kapelle «ein modernes Wohnzimmer Gottes, in dem sich gläubige, suchende, kritische oder einfach neugierige (junge) Menschen willkommen fühlen und mit dem Göttlichen in Berührung kommen können.»
In der kleinen Kapelle kann man eine Kerze anzünden, Stille finden, meditieren, beten, Gespräche führen, Mini-Workshops besuchen, Kleinstkonzerte geniessen, Taizé-Lieder singen oder einfach eine Pause machen.
Wegen Corona mussten die gemeinschaftlichen Anlässe im Dezember abgesagt werden. Stattdessen wurde an jedem Adventssonntag ein Podcast ausgestrahlt, in dem junge Erwachsene über Lebenssinn und -Unsinn diskutierten. Sofern Corona es zulässt, wird die Kapelle auch am Stand der Katholischen Kirche Zug anlässlich der Zuger Messe im Oktober dieses Jahres präsent sein.

Wählen Sie mit!

Wer möchte, kann die Wahl von Thomas Betschart zum «Zuger des Jahres» unterstützen. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff «Zuger des Jahres» und der Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse sowie dem Satz «Ich wähle Thomas Betschart zum Zuger des Jahres» an die Adresse redaktion@zugerwoche.ch.

 

Bernadette Thalmann

 

 

 

Wie helfen wir Menschen, deren Lebensende gekommen ist? Neu werden als ökumenisches Angebot auch im Kanton Zug «Letzte Hilfe»-Kurse durchgeführt, welche sich niederschwellig den Themen Lebensende, Sterben und Tod widmen.

Die Idee der «Letzte-Hilfe»-Kurse ist in Österreich und Deutschland entstanden und hat sich bereits in verschiedenen Ländern bewährt. Eine internationale Arbeitsgruppe bestimmt jeweils einen Lizenznehmer pro Land. In der Schweiz ist dies die reformierte Landeskirche in Zürich. Sie ist auch verantwortlich für die Ausbildung der kursleitenden Personen.

Palliativ Zug, reformierte und katholische Kirche

In diversen Kantonen werden Kurse ökumenisch oder in Zusammenarbeit mit Palliativ-Organisationen durchgeführt (GR, BS, BL, BE). Bis anhin gab es im Kanton Zug vereinzelte Anbieter von «Letzte-Hilfe»-Kursen. Neu soll auch hier das Angebot im Rahmen einer Kooperation zwischen Palliativ Zug sowie der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug koordiniert erfolgen. «Geplant sind für das kommende Jahr zwei bis vier Kurse, sagt Roland Wermuth, Delegierter der Katholischen Kirche Zug und Leiter Spitalseelsorge am Kantonsspital. «Das Angebot richtet sich an alle am Thema Interessierten in der Bevölkerung, insbesondere Menschen, die Schwerkranke betreuen.» Der erste Kurs ist für den 29. Mai 2021 im Reformierten Kirchenzentrum Zug geplant.

Vernetzt unterwegs

Die beteiligten Organisationen haben folgende Aufgaben:
  • Sie klären und fördern den weiteren Kursbedarf im Kanton.
  • Sie koordinieren das Kursangebot.
  • Sie vermitteln Kursleitende, so dass Kirchgemeinden, Pfarreien und andere Institutionen «Letzte-Hilfe»-Kurse vor Ort gemäss ihren Bedürfnissen anbieten können.
  • Sie gewähren den Austausch mit den nationalen Lizenzteilnehmern, geben Rückmeldungen aus kantonalen Kursen und lassen neue Erkenntnisse in das Kursangebot einfliessen.
  • Sie begleiten und vernetzen die Kursleitenden, damit ein interdisziplinärer, fachlicher Austausch möglich wird.

Delegierte Personen der beteiligten Organisationen:

Katholische Kirche Zug: Roland Wermuth, Leiter Spitalseelsorge, Kantonsspital Zug
Palliativ Zug: Rita Fasler, Leitung Informations- und Beratungsstelle
Reformierte Kirche Zug: Pfarrer Andreas Mauer, Beauftragter Palliativ Care

Grundwissen vermitteln

Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, die nicht auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Die Kurse möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

www.letztehilfe.info

 

Bernadette Thalmann

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