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Wir machen Glauben erlebbar

21.01.2021, 10.55

Wie helfen wir Menschen, deren Lebensende gekommen ist? Neu werden als ökumenisches Angebot auch im Kanton Zug «Letzte Hilfe»-Kurse durchgeführt, welche sich niederschwellig den Themen Lebensende, Sterben und Tod widmen.

Die Idee der «Letzte-Hilfe»-Kurse ist in Österreich und Deutschland entstanden und hat sich bereits in verschiedenen Ländern bewährt. Eine internationale Arbeitsgruppe bestimmt jeweils einen Lizenznehmer pro Land. In der Schweiz ist dies die reformierte Landeskirche in Zürich. Sie ist auch verantwortlich für die Ausbildung der kursleitenden Personen.

Palliativ Zug, reformierte und katholische Kirche

In diversen Kantonen werden Kurse ökumenisch oder in Zusammenarbeit mit Palliativ-Organisationen durchgeführt (GR, BS, BL, BE). Bis anhin gab es im Kanton Zug vereinzelte Anbieter von «Letzte-Hilfe»-Kursen. Neu soll auch hier das Angebot im Rahmen einer Kooperation zwischen Palliativ Zug sowie der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug koordiniert erfolgen. «Geplant sind für das kommende Jahr zwei bis vier Kurse, sagt Roland Wermuth, Delegierter der Katholischen Kirche Zug und Leiter Spitalseelsorge am Kantonsspital. «Das Angebot richtet sich an alle am Thema Interessierten in der Bevölkerung, insbesondere Menschen, die Schwerkranke betreuen.» Der erste Kurs ist für den 29. Mai 2021 im Reformierten Kirchenzentrum Zug geplant.

Vernetzt unterwegs

Die beteiligten Organisationen haben folgende Aufgaben:
  • Sie klären und fördern den weiteren Kursbedarf im Kanton.
  • Sie koordinieren das Kursangebot.
  • Sie vermitteln Kursleitende, so dass Kirchgemeinden, Pfarreien und andere Institutionen «Letzte-Hilfe»-Kurse vor Ort gemäss ihren Bedürfnissen anbieten können.
  • Sie gewähren den Austausch mit den nationalen Lizenzteilnehmern, geben Rückmeldungen aus kantonalen Kursen und lassen neue Erkenntnisse in das Kursangebot einfliessen.
  • Sie begleiten und vernetzen die Kursleitenden, damit ein interdisziplinärer, fachlicher Austausch möglich wird.

Delegierte Personen der beteiligten Organisationen:

Katholische Kirche Zug: Roland Wermuth, Leiter Spitalseelsorge, Kantonsspital Zug
Palliativ Zug: Rita Fasler, Leitung Informations- und Beratungsstelle
Reformierte Kirche Zug: Pfarrer Andreas Mauer, Beauftragter Palliativ Care

Grundwissen vermitteln

Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, die nicht auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Die Kurse möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

www.letztehilfe.info

 

Bernadette Thalmann

Der «Letzte Hilfe»-Kurs

Der Letzte Hilfe Kurs vermittelt Interessierten das Einmaleins der Sterbebegleitung.
  • Was passiert beim Sterben?
  • Wann beginnt das Sterben?
  • Wie können wir als Laien unterstützen und begleiten?
  • Wo können wir uns hinwenden, wenn es profesionelle Unterstützung benötigt?

Der eintägige Kurs beinhaltet vier Themenschwerpunkte.

  • Sterben ist ein Teil des Lebens
  • Vorsorgen und Entscheiden
  • Leiden lindern
  • Abschied nehmen