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Wir geben einander Halt

Wer im Kanton Zug Kirchensteuern für die Katholische Kirche bezahlt, darf wissen, wofür diese Gelder ausgegeben werden. Die Gesamtzahlen für den Kanton wurden auf der Basis der Jahresrechnungen der einzelnen Kirchgemeinden und der VKKZ erarbeitet. Das Resultat ist aufschlussreich, wenn auch die Bereiche in der Rechnungslegung noch nicht vollumfänglich standardisiert sind.

  • In die lokale Seelsorge in den Pfarreien – die Kernaktivität der Kirche – fliessen rund 63% der Gesamtkosten von 34 Millionen Franken im Jahr 2018.
  • Gewisse pastorale Aktivitäten werden aus Effizienzgründen auf kantonaler Ebene organisiert und bezahlt. Dazu gehören u.a. die Seelsorge für Fremdsprachige, die Spital– und Gefängnisseelsorge, die Seelsorge für Behinderte, gemeindeübergreifender Religionsunterricht, Flüchtlingsseelsorge oder die Förderung der Kirchenberufe. Der Aufwand für diese vielseitigen pastoralen Tätigkeiten macht weitere 4% aus.
  • Der Anteil Behörden und Verwaltung erscheint mit 13% relativ hoch. Der Grund liegt darin, dass einige Kirchgemeinden weiterhin gewisse Kosten der Seelsorge über die Verwaltung buchen.
  • Die kantonalen Fachstellen umfassen hauptsächlich die Gesamtleitung Fachstellen & Diakonie, die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM sowie das «Forum Kirche und Wirtschaft», aber auch das Pfarreiblatt und die Kommunikation. Ihr Kostenanteil macht 3% aus.
  • Da die Kirchgemeinden und Pfarreien nicht alle Dienstleistungen selbst erbringen können, werden gewisse Aufgaben an spezialisierte Institutionen übergeben. Das sind diverse Organisationen im sozialen, karitativen und diakonischen Bereich. Die Beträge an solche Institutionen betragen gut 4%.
  • Das Liegenschaftenportefeuille der Katholischen Kirche umfasst vor allem die sakralen Bauten und die für den Betrieb nötigen Infrastrukturen. Die Abschreibungen auf diese Investitionen betragen 6% der gesamten Ausgaben. Der Abschreibungssatz wird vom Kanton festgelegt.
  • Entgegen der öffentlichen Meinung fliesst nur ein kleiner Anteil von 2% an die Schweizer Dachorganisation rkz, obwohl diese für das kirchliche Leben in der Schweiz einen hohen und effizienten Einsatz leistet. Auch das Bistum Basel gehört mit ebenfalls knapp 2% nicht zu den grossen Aufwandpositionen.

Mehr zu den Leistungen der Kirche und deren Bedeutung für die Gesellschaft finden Sie unter Gesellschaftliche Bedeutung.

Finanzbericht 2019 der rkz (Römisch-katholische Zentralkonferenz)