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Wir vermitteln Bildung

10.12.2020, 08.44

Bei der Advents- und Weihnachtsgestaltung sind die Pfarreien in diesem Jahr besonders kreativ. Was sich Christof Arnold, Gemeindeleiter der Pfarreien Menzingen und Neuheim, zusammen mit seinem Seelsorgeteam ausgedacht hat, erfahren Sie im folgenden Interview.

War Ihr Team schon mal direkt betroffen von Corona?

Christof Arnold: Krank war zum Glück noch niemand. Aber eine Person musste in Quarantäne.

Was fordert Sie besonders heraus in der jetzigen Corona-Situation?

Als Gemeindeleiter muss ich langfristig planen, aber kurzfristig immer wieder Anpassungen machen. Das bedeutet, ich habe stets zwei bis drei Szenarien vor Augen.

Sehen Sie auch Chancen in all diesen ungewohnten Rahmenbedingen?

Ich würde weniger von Chancen sprechen, eher von Möglichkeiten. Mit Corona kommt sicher mehr Ruhe in den Advent.

Wie geht es den Mitgliedern der Pfarreien Menzingen und Neuheim?

Es leben viele ältere Menschen hier. Ich erlebe die Mitglieder unserer Gemeinschaft derzeit als zurückhaltender. Einige kommen nicht mehr in die Kirche, andere wiederum sind froh, dass sie − anders als im Frühling − trotzdem noch Gottesdienste besuchen können.

Wie stark sind die Kirchen Menzingen und Neuheim von der 50-Personen-Beschränkung für Gottesdienste betroffen? Werden zusätzliche Gottesdienste angeboten?

Für Menzingen, wo vor der zweiten Corona-Welle zwischen 80 und 100 Menschen den Sonntags-Gottesdienst besuchten, machen wir zusätzlich einen Samstagabend-Gottesdienst. Für Neuheim ist die Beschränkung kein Problem.

Welche Aktivitäten laufen im Advent?

Auch in diesem Jahr finden sowohl in Menzingen als auch in Neuheim die traditionellen Rorate- und Vorabendgottesdienste statt. Jede Woche liegen in beiden Kirchen ein Familienbrief und ein Impulsbrief auf. Im ersten gibt es Geschichten und Bastelanleitungen für Eltern mit Kindern, im zweiten spirituelle Anregungen. Sie sind auch auf der Homepage zu finden.
Etwas Besonderes ist in diesem Jahr die ökumenische Aktion «Haltepunkte» in Menzingen. Im ganzen Dorf sind Plakate mit verschiedenen Impulsen aufgestellt, die zum Einhalten anregen. Über einen QR-Code lässt sich das Thema vertiefen, beispielsweise mit Musik oder der Weihnachtsgeschichte.

Was haben Sie und Ihr Team für Weihnachten geplant?

An Heiligabend gibt es in beiden Pfarreien am Nachmittag drei kurze Familiengottesdienste von je einer halben Stunde und einen Mitternachtsgottesdienst. An Weihnachten findet in Menzingen zusätzlich zu den morgendlichen Festgottesdiensten ein ökumenischer Gottesdienst um 17 Uhr statt. Ich hoffe, dass sich die Pfarreiangehörigen an Weihnachten für die Gottesdienste anmelden. Dann können wir bei Bedarf einen zusätzlichen Gottesdienst anbieten.
Ab dem 24. Dezember bis Neujahr steht Eltern und Kindern ausserdem ein «Weihnachtsweg» in der Neuheimer und Menzinger Kirche zur Verfügung, auf dem sie quasi ihren eigenen Gottesdienst gestalten können. An verschiedenen Stationen haben sie die Möglichkeit, beispielsweise um den Segen zu bitten, die Krippe mit dem Kind anzusehen, die Weihnachtsgeschichte anzuhören oder das Friedenslicht abzuholen.

Wie würde das Szenario aussehen, wenn keine Gottesdienste möglich wären?

Dann würde die Kirche am 24. Dezember hell beleuchtet sein, es würde Musik gespielt und das Seelsorgeteam wäre vor Ort, um die Menschen zu begrüssen und sie auf den Weihnachtsweg einzuladen.

Gibt es in diesem Jahr vielleicht mal wirklich «Stille Nacht»?
Ich weiss nicht, ob es eine stille Nacht wird. Ich hoffe, es wird eine heilige Nacht.

 

www.pfarrei-menzingen.ch / www.pfarrei-neuheim.ch

 

Interview: Bernadette Thalmann