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Wir handeln solidarisch

03.05.2021, 09.35

Am 28. Mai wird im Kanton Zug erstmals die ökumenische Aktion «Lange Nacht der Kirchen» stattfinden. Die katholische und die reformierte Kirche laden die Bevölkerung ein, zwischen 18 und 24 Uhr an diversen Veranstaltungen teilzunehmen.

Markus Burri, Sie sind der kantonale Koordinator der Aktion auf katholischer Seite. Was hat die Pfarreien zur Teilnahme bewogen?

Die Aktion ist eine grosse Chance für die Kirche, neue Kontakte zu knüpfen und ihr vielfältiges Engagement zu zeigen. Die Pfarreien haben ein umfassendes Reservoir an Angeboten und Attraktionen, so dass sie trotz der Restriktionen wegen Corona noch einiges zu bieten haben.

Welche konkreten Ziele möchten Sie mit der Teilnahme erreichen?

Ich bin überzeugt, dass diese Aktion eine Ausstrahlungskraft über den Kreis der aktiven Kirchenmitglieder hinaus hat. So kann die Nacht zu einem positiven Image der Kirche beitragen. Gerade jetzt, wo wir wegen Corona viele Einschränkungen hinnehmen müssen, kann diese Aktion ein starkes Zeichen sein. Denn die Kirchen ermöglichen im Rahmen des Machbaren ein Miteinander.

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher der «Langen Nacht»?

Die Pfarreien und Kirchgemeinden werden Attraktivitäten aus ihrem kulturellen Schatz öffentlich zugänglich machen. Am frühen Abend richten sich verschiedene Angebote an Familien und ihre Kinder. Sie können biblische Geschichten oder Musik hören, auf Schatzsuche gehen, Brot backen und vieles mehr. Attraktiv sind auch die geführten Besichtigungen zu Kirchenschätzen, Kirchtürmen oder Kunstwerken wie Glasfenstern. Daneben gibt es eine Fülle von Konzerten, Licht- und Musikshows, Verköstigungen mit Suppen oder Süssigkeiten. Auch Angebote, die das Glaubensleben ansprechen, kommen nicht zu kurz, sei es im praktischen Tun, durch das Hören von mystischen Menschen oder im Raum der Stille.

Wie lange dauert die «Lange Nacht»?

Offiziell starten die Veranstaltungen am 28. Mai um 18.00 Uhr und dauern bis Mitternacht. Es kann aber sein, dass die eine oder andere Pfarrei die Zeiten etwas anderes setzt. Unter www.langenachtderkirchen.ch sind schweizweit alle Veranstaltungen der teilnehmenden Pfarreien aufgeführt und jederzeit einsehbar.

Macht Corona die Planung dieses Events nicht enorm aufwändig?

Generell sind die Gemeindeleitenden und die Mitarbeitenden durch die Pandemie-Situation enorm gefordert. Die stets vorhandene Ungewissheit erschwert das Pfarreileben. Dauernd muss neu geplant und umorganisiert werden. Die «Lange Nacht der Kirchen» wird zweifelsohne noch einen Zusatzaufwand mit sich bringen. Die Pfarreien sind aber bereit, diesen zu leisten, um damit ein Zeichen hin zur Normalität zu setzen.

www.langenachtderkirchen.ch

 

Interview Bernadette Thalmann

 

«Lange Nacht der Kirchen»

Der Anlass fand in der Schweiz zum ersten Mal 2016 in ca. 80 Kirchen im ganzen Kanton Aargau statt. Am zweiten Event nahmen bereits mehrere Kantone teil. Die dritte «Lange Nacht» am 28. Mai 2021 ist nun national und mehrsprachig. Folgende Kantone machen nebst Zug mit: AG, BE, BL, GR, JU, SO, TG, ZH. Die «Lange Nacht der Kirchen» gibt es aber nicht nur in der Schweiz. Seit einigen Jahren öffnen auch hunderte Kirchen im Ausland ihre Türen.