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seelsam – die ökumenische Seelsorge für Menschen mit Einschränkungen – feiert in diesem Jahr das 20-Jahre-Jubiläum mit verschiedenen Anlässen, an denen die Bevölkerung teilnehmen kann. Einer davon wird am 28. August vom Fernseh- und Radiomoderator Nik Hartmann bestritten. 

Der prominente Zuger Nik Hartmann engagiert sich am letzten Augustwochenende einen ganzen Tag für seelsam. Der Tag startet zu Wasser, mit einer Schiffsfahrt auf dem Zugersee. Weiter geht’s dann zu Land mit einem Gartenfest an der Landhausstrasse 15 in Baar, dem Haus der Katholischen Kirche Zug. Dort wartet ein offerierter Grillplausch auf alle, die mitmachen wollen (Programm und Anmeldung siehe Box).
«Menschen zusammenbringen, mit ihnen lachen, feiern und Freude haben. Das tut allen Seelen gut», sagt Nik Hartmann zu seinem Engagement für seelsam. «Als Vater eines Sohnes mit Beeinträchtigung erlebe ich zudem täglich mit grosser Demut, wie lebenswert jedes Leben ist.»

Auf Angebot aufmerksam machen

«Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten will seelsam möglichst viele Menschen auf das spezifische Angebot der Kirchen aufmerksam machen», sagt Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin von seelsam. Zusammen mit dem reformierten Co-Leiter Ruedi Hofer unterstützt sie Menschen mit Einschränkungen spirituell und weit darüber hinaus. Zum Angebot gehören ökumenische Gottesdienste, Trauerfeiern, Besinnungstage, Sommerlager, Vorbereitungen und Feiern für Erstkommunion oder Firmung, persönliche Gespräche und regelmässige spirituelle Anregungen. Seit der Coronakrise produziert sie beispielsweise Videos auf youtube.

Andrea Koster Stadler: Sowohl individuelle Betreuung wie auch Inklusion sind wichtig | © Thomas Müller

Individuelle Betreuung und Eingliederung

«Eine einfühlsame Betreuung, die sich spezifisch auf die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Talente unserer Mitglieder ausrichtet, ist uns sehr wichtig», betont Andrea Koster Stadler. Ebenso am Herzen liegt ihr aber die Inklusion, die Eingliederung von Menschen mit Einschränkungen in unsere Gesellschaft, insbesondere auch in die Pfarreien. Leuchtendes Beispiel ist für sie Jesus: «Jesus hat sich ganz besonders um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Und er war absolut barrierefrei».

Kampagne für Barrierefreiheit

Für die Barrierefreiheit in unserem Alltag soll eine spezielle Aktion ab Mitte August sensibilisieren. Zu diesem Zweck wurden 30 Tetraeder von seelsam-Mitgliedern selbst hergestellt. In leuchtendem Orange und ähnlich aussehend wie Feuerwehrdreiecke werden sie an verschiedenen Orten im Kanton platziert und nicht zu übersehen sein.

Für die seelsam-Kampagne im August wurden 30 Tetraeder hergestellt | © seelsam

Unterwegs mit Nik Hartmann am 28. August

9.30 Uhr
Treffpunkt am Schiffsteg Zug
Gemütliche Schiffsfahrt
Nik Hartmann erzählt, Austausch, Autogramme und Selfies

11.52 Uhr
Rückkehr

12.15 Uhr
Grillplausch (offeriert) in Baar
Haus der Katholischen Kirche Zug
Landhausstrasse 15, im Park

13.15 Uhr
Abschluss mit «Glacé-Plausch»

Anmeldungen bis 24. August 2021 auf www.seelsam.ch

 

Bernadette Thalmann

 

Lesen Sie auch das Interview Spannende Pläne für das seelsam-Jubiläumsjahr mit den beiden Leitungspersonen von seelsam.

 

 

Die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Walchwil hat mit Benjamin Meier einen neuen Gemeindeleiter. Am ersten August nimmt er als Nachfolger von Ralf Binder seine Tätigkeit auf. Anlässlich des Bergfestes vom 15. August 2021 findet seine Einsetzung statt.

Benjamin Meier «freut sich ausserordentlich» auf seine neue Tätigkeit, wie er auf punkt-walchwil.ch bekannt gibt. Aufgewachsen in einer Grossfamilie erlebte er in Bützberg (Kanton Bern) eine unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit. Der Glaube und der sonntägliche Kirchgang prägten ihn stark. Nach einer Lehre als Konstrukteur und der absolvierten Berufsmatura arbeitete er als technischer Supporter in seiner Lehrfirma. Bald jedoch spürte er, dass es «noch etwas anderes in meinem Leben gab, dem ich bis dahin zu wenig Beachtung schenkte». Und so zog es ihn nach Chur, an die Theologische Fakultät. Seine ersten pastoralen Lehrjahre verbrachte er im Luzerner Seetal, die letzten beiden Jahre im Aargauer Limmattal.

«Ich hoffe, dass ich mit meiner offenen und unkomplizierten Art zu einem lebendigen Pfarreileben und einem guten Miteinander im Pastoralraum beitragen kann», sagt Benjamin Meier. Mit seiner Frau Jacqueline wohnt er seit Juli im Pfarrhaus an der Kirchgasse in Walchwil und freut sich nun darauf, die Pfarreimitglieder kennen zu lernen.

Der Pfarreirat heisst den neuen Gemeindeleiter herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Einsetzungsfeier am Bergfest vom 15. August

Die Einsetzungsfeier für Benjamin Meier findet anlässlich des Gottesdienstes zum Bergfest vom 15. August statt.

Festtagsgottesdienst bei schönem Wetter
10.30h       Buschenkappeli

Festtagsgottesdienst bei schlechtem Wetter

10.00h       Pfarrkirche

Der Gottesdienst wird vom Jodelklub Edelweiss beim Buschenkappeli oder in der Pfarrkirche musikalisch mitgestaltet.

Über den Ort der Durchführung wird einige Tage vorher auf der Pfarreiwebsite oder im Aushang informiert.

 

Bernadette Thalmann

 

 

Eine ökumenische Aktion ruft am diesjährigen Nationalfeiertag und 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts dazu auf, dass Frauen die Sonntagspredigt halten. Eine der Frauen, die predigen werden, ist die Seelsorgerin Ingeborg Prigl aus Steinhausen.

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Seit dem 1. Juli ist mit religion.ch eine neue Internetplattform online, die mit Sachwissen und Meinungsaustausch gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie religiösem Analphabetismus, Intoleranz und Rassismus entgegenwirken will.

religion.ch hat sich zum Ziel gesetzt, der breiten Öffentlichkeit ein lebendiges und vielfältiges Abbild der schweizerischen Religionslandschaft zu präsentieren, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Zugewanderte Religionsgemeinschaften haben dazu geführt, dass sie pluralistischer geworden ist und von neuen Akteuren mitgestaltet wird. Dabei werden künftig insbesondere islamische Traditionen an Gewicht gewinnen. Gleichzeitig verlieren die Landeskirchen zunehmend Mitglieder – und damit auch an Bedeutung. Die Zahl der Konfessionslosen und der religiös distanzierten Menschen wächst, ebenso die zugewanderten Gemeinschaften. Diese Entwicklungen werden das multireligiöse Zusammenleben in der Schweiz vor grosse Herausforderungen stellen.

Ängste abbauen

«Umso wichtiger ist es, die Bedeutung religiöser Traditionen in breiten Kreisen ins Gespräch zu bringen mit dem Ziel, Ängste abzubauen, Verständnis zu fördern und den Weg zu gegenseitigem Respekt und friedlichem Zusammenarbeiten der Religionsgemeinschaften zu ebnen», erklärt Katja Joho, Geschäftsführerin von IRAS COTIS. Die interreligiöse Arbeitsgemeinschaft ist ein nationales Netzwerk, das sich seit bald 30 Jahren für den Austausch, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund engagiert.

Mit religion.ch soll genau dies bezweckt werden: «Wir möchten stereotypen Vorstellungen von Religion und religiösen Menschen entgegenwirken und zu einem guten und friedlichen Zusammenleben von Menschen mit verschiedenen Weltanschauungen beitragen», sagt Rafaela Estermann, Redaktionsleiterin von religion.ch.

Multireligiös

Die Mitgliedschaft in religiösen Gemeinschaften im Allgemeinen ist rückläufig, wobei viele Menschen nach wie vor auf der Suche sind nach religiösen und spirituellen Erfahrungen. Das heisst jedoch nicht, dass nicht viele Vorurteile gegenüber Religion, beispielsweise dem Islam, im Umlauf sind. «In der multireligiösen Schweiz ist der Bedarf an Sachwissen und direkter Begegnung grösser denn je», da sind sich Joho und Estermann einig.

religion.ch versteht sich als Austauschplattform, in welcher Autoren und Autorinnen aus dem Netzwerk von IRAS COTIS aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und vertiefen. Darunter befinden sich nicht nur Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Religionsgemeinschaften, sondern auch Religionskritiker und Fachpersonen aus der Wissenschaft. / Mitg./bth

 

In der aktuellen Stabilisierungsphase der Coronakrise erlaubt weitere Öffnungsschritte. Der Aufwand für die Umsetzung der Schutzkonzepte wird etwas kleiner. Begegnungen mit anderen Menschen und Kulturveranstaltungen sind wieder leichter möglich.

Hier eine Zusammenfassung der Schutzmassnahmen des Bistums Basel. Einiges bleibt, verschiedenes darf gelockert werden:

  • Nach wie vor werden Distanzhalten und Maskentragen empfohlen.
  • Im Innenbereich bleibt die generelle Maskentragpflicht.
  • Für Einrichtungen, die den Zugang auf Personen mit einem Covid-Zertifikat beschränken, gelten keine Einschränkungen mehr.
    Ein Schutzkonzept muss aber festhalten, wie der Zugang kontrolliert wird.
  • Für religiöse Feiern ist der Zertifikatseinsatz nicht erlaubt.
  • Religiöse Feiern dürfen mit bis zu 1000 Personen durchgeführt werden (allerdings beschränkt auf zwei Drittel der Kapazität), mit Sitzpflicht für die Gottesdienstbesucher/-innen (der Kommuniongang ist zulässig). Bei Prozessionen in Innenräumen dürfen max. 250 Besucher/-innen, im Freien 500 Personen anwesend sein. Es gilt in Innenbereichen eine Maskentragpflicht (Ausnahme: wer vorliest, vorbetet).
  • Die Gottesdienstbesucher/-innen verteilen sich in der Kirche so, dass der Abstand von anderthalb Metern eingehalten wird (jede zweite Bankreihe); davon ausgenommen sind Familien oder Personen, die im gleichen Haushalt leben.
  • An Stelle der markierten Sitzplätze reicht neu eine Information beim Eingang, die auf die Abstandsregeln und die Maskentragpflicht hinweist.
  • Mit Maske kann weiterhin im Gottesdienst gesungen werden. Chöre können wieder im Gottesdienst singen.
  • Die Kontaktdaten der anwesenden Personen müssen erhoben werden, wenn es während mehr als 15 Minuten zu einer Unterschreitung des erforderlichen Abstands ohne Schutzmassnahmen kommt. Weil das in den Gottesdiensten nicht gegeben ist, müssen keine Kontaktdaten aufgenommen werden.
  • Private Treffen im Familien- und Freundeskreis, die nicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen stattfinden, sind mit max. 30 Personen (inkl. Kinder) erlaubt. Trifft man sich draussen im Familien- und Freundeskreis, sind max. 50 Personen erlaubt (inkl. Kinder).
  • Für Kulturveranstaltungen (auch Erwachsenenbildung) mit Sitzpflicht sind max. 1000 Personen zugelassen. Ohne Sitzpflicht sind draussen höchstens 500 und in einem Innenbereich höchstens 250 Zuschauer/-innen zulässig. Die Einrichtungen dürfen bis max. zwei Drittel der Kapazität besetzt werden. Es gilt Maskentragen, und zwischen den Besucher/-innen muss im Rahmen des Möglichen der Abstand von anderthalb Metern eingehalten werden. Davon ausgenommen sind Familien oder Personen, die im gleichen Haushalt leben. Für die Konsumation gelten die Gastronomieregeln.
  • Konzerte mit Chor sind in diesem Rahmen wieder möglich.
  • Für Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben, gibt es in Aussenbereichen keine Einschränkungen mehr. Bei Aktivitäten in Innenräumen müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Die Maskenpflicht, die Pflicht zur Einhaltung des Abstands sowie die Kapazitätsbeschränkungen werden aufgehoben.
  • Tanzveranstaltungen sind verboten, ausser der Zutritt ist auf Personen mit einem Covid-19-Zertifikat eingeschränkt.

Details zu den verbleibenden Schutzmassnahmen des Bistums Basel finden Sie jederzeit auf der Corona-Seite der Bistums-Webpages.

 

Die Zuger Messe findet leider auch in diesem Jahr wegen Corona nicht statt. Auf ihren Auftritt mit der fahrbaren Kapelle bei der Bevölkerung will die Katholische Kirche Zug jedoch nicht verzichten. Deshalb wird ein anderer Plan realisiert.

Zu begeistert war das Projektteam Zuger Messe von der Idee, mit der fahrenden Kapelle, die im Zentrum ihres Messeauftritts gestanden hätte, auf die Zuger Bevölkerung zuzugehen. So suchte die Gruppe nach Alternativen – und wurde fündig.

«Die Kirche geht zu den Menschen»

«Die Kirche geht zu den Menschen, wenn die Menschen nicht zu ihr kommen können» sagt Franz Lustenberger, Leiter der Projektgruppe und Präsident des Seelsorgerats. Er hat Grünlicht für eine alternative Umsetzung erhalten: Vom 23. bis zum 30. Oktober, also während der Zeit, in der die Zuger Messe stattgefunden hätte, wird die Kapelle auf Tournee im ganzen Kanton gehen. «Ziel ist, mitten unter den Menschen aufzutreten, also auf Plätzen mit hoher Publikumsfrequenz, jeden Tag an einem anderen Ort.» Dort will die Kirche dem interessierten Publikum Raum zum Verweilen anbieten und die Gelegenheit, die Ausstrahlung der Kapelle als kleines Wohnzimmer Gottes zu erleben. «Besonders freuen wir uns darauf, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen und über Themen zu sprechen, die sie beschäftigen», betont Franz Lustenberger.

Freiwillige willkommen!

Freiwillige, welche die Besucherinnen und Besucher der Kapelle betreuen, sind auch bei dieser Aktion herzlich willkommen. Als Volunteer helfen Sie mit, die Kirche sichtbar und erlebbar zu machen.
Anmeldungen unter zugermesse@zg.kath.ch

 

Bernadette Thalmann

In den vergangenen 12 Jahren hat Christoph Balmer das Forum Kirche und Wirtschaft, eine Fachstelle der Katholischen Kirche Zug, erfolgreich aufgebaut und geleitet. Per 30. Juni geht er nun in Pension und übergibt an seinen Nachfolger Thomas Hausheer.

Thomas Hausheer (1963), gebürtiger Zuger und ausgewiesener Geschäftsmann im Tourismusbereich (City Reisen Zug, Arcatour), ist mit der Zuger Wirtschaft stark vernetzt. Seit 15 Jahren ist er Kirchenrat der Reformierten Kirche des Kantons Zug und für die Beratung Triangel zuständig. Er wohnt in Unterägeri, ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Christoph Balmer, der die Fachstelle Forum Kirche und Wirtschaft seit 2009 leitete, tritt mit 68 Jahren die Pensionierung an. Seinem Nachfolger hinterlässt er ein beachtliches «Erbe»:

Aufbau erfolgreicher Formate in grossem…

Mit dem Vortragsforum «Wirtschaft und Werte» in Kappel gelang es ihm, die Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen und gesellschaftspolitischen Themen in der Region Zug zu verankern. An den insgesamt 21 Veranstaltungen engagierten sich 73 Referierende und Podiumsteilnehmende. 3’258 Besucherinnen und Besucher, viele davon Stammgäste, nahmen daran teil: 76% aus der Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Bildung, 24% aus dem kirchlichen Umfeld. Im Fokus standen Themen wie Globalisierung, Ethik in der Medizin, im Migrationswesen, im Spitzensport, Konflikt und Kommunikation, Fairness in der Wirtschaft, Wachstum und Glück, Rohstoffstandort Zug, Fake News, Digitalisierung als Religion, Menschenrechte in der Wirtschaft, Muslime in der Schweiz oder auch Reichtum und Verantwortung.

… und kleinem Rahmen

Unter dem Titel «Wirtschaft live» entstanden ausserdem 18 Begegnungen zwischen örtlichen Unternehmen, meist KMU, und Kirchenleuten aus den Pfarreien und den reformierten Bezirken mit jeweils rund 30 Teilnehmenden. Nebst einer Betriebsführung standen firmenbezogene Themenschwerpunkte im Mittelpunkt.
Eine seit 2011 bestehende Gesprächsrunde mit 10-15 Personen trifft sich 6x jährlich zum vertraulichen Austausch. Der Kern der Gruppe ist seit Beginn mit dabei. Darüber hinaus besteht mit «24 Stunden Out of Office» ein Angebot, welches durch christliche Meditation in der Gruppe, Reflexion und Entspannung im Alleinsein, sowie Inspiration in Einzelgesprächen ein befreiendes Erlebnis bietet.

«Keine vergleichbare Institution»

«Der Erfolg dieser Aktivitäten zeigt, dass das Ziel, mit dem Forum Kirche und Wirtschaft den Dialog zu fördern, nach wie vor mitgetragen wird», sagt VKKZ-Präsident Karl Huwyler, und dankt Christoph Balmer für sein engagiertes und erfolgreiches Wirken in den vergangenen 12 Jahren. «Soweit ich weiss, gibt es keine vergleichbare Institution in der Schweiz. Darauf dürfen wir stolz sein.»

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 17. Juni 2021

 

Eine Benefizveranstaltung der CityKircheZug beschäftigte sich am 11. Juni mit dem Thema «Was ist gutes Sterben?» Die grosszügige Kollekte kam dem Hospiz Zentralschweiz zugute, das schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase begleitet.

Sr. Elisabeth Müggler, Pflegefachfrau und Sterbebegleiterin, nahm es in ihrem Referat gleich vorweg: Es gibt keine Norm, wie gutes Sterben «funktionieren» kann. Aber sie nennt drei Aspekte, die helfen können, wenn wir sie bereits zu blühenden Lebzeiten beachten: den eigenen Tod bedenken, ihn bereden und ihn (wenn es dann soweit ist) begrüssen.

Die heutige Gesellschaft erwartet, dass man «richtig» stirbt, weil man gewohnt ist, dass alles im Leben planbar ist. Damit kann man eine sterbende Person auch gewaltig unter Druck setzen. Aber genau wie eine natürliche Geburt nicht bis ins Letzte geplant werden kann, so ist es auch mit dem Tod. Zu einem guten Sterben trägt sicher bei, wenn man zu Lebzeiten mit sich und den Menschen im Beziehungsnetz im Reinen ist und wenn man die letzten Dinge geklärt hat.

Zeit haben als wesentlicher Faktor

Dr. med. Sibylle Jean Petit-Matile, Ärztin am Hospiz Zentralschweiz, sagt pointiert: Zeit haben ist ein wesentlicher Faktor bei der Lebensbegleitung bis zum Tod. Pflegende können auf die körperlichen und seelischen Bedürfnisse eingehen, herausspüren, was jetzt für diesen Menschen wichtig ist. «Menschen begegnen Menschen» lautet deshalb der Leitspruch im Hospiz.

Als Ordensfrau sagt Sr. Elisabeth Müggler, dass ihr Leitspruch aus dem Evangelium kommt: «Wachet und betet mit mir», sagt Jesus zu seinen Jüngern vor seinem bevorstehenden Tod. Aus Erfahrung weiss sie: Meistens reicht es, wenn man bei einer sterbenden Person still da ist und einfühlsam spürt, was dieser Mensch jetzt braucht, einfach ruhig begleiten und durchtragen. Zentral ist, dass die Würde und der Wille des/der Sterbenden stets gewahrt bleiben. Für Sr. Elisabeth ist ein Sterbezimmer ein heiliger Ort, weil der/die Sterbende sich aufmacht zu Gott. Dort wird er/sie erwartet von der Liebe, die von Gott ausgeht.

Spenden sind willkommen

Die Benefizveranstaltung der CityKircheZug zugunsten von Hospiz Zentralschweiz war trotz des herrlichen Frühlingswetters sehr gut besucht: Rund 50 Personen folgten den Ausführungen der Referentin und dem Gespräch auf dem Podium und verdankten den gelungenen Abend mit einer grosszügigen Kollekte, damit Hospiz Zentralschweiz weiterhin die wichtige Aufgabe der Lebensbegleitung bis zum Schluss wahrnehmen kann.

Spenden sind weiterhin möglich: IBAN: CH34 0077 8207 4640

www.hospiz-zentralschweiz.ch

www.citykirchezug.ch

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

Mit viel Wetterglück fand am 28. Mai die erste «Lange Nacht der Kirchen» im Kanton Zug statt. Das abwechslungsreiche Programm der Pfarreien und Kirchgemeinden zog rund 2’000 Besucherinnen und Besucher an.

An der dritten «Langen Nacht der Kirchen» nahmen nebst Zug auch die Kantone Aargau, Bern, Jura, Solothurn, Baselland, Zürich und Graubünden teil. Rund 30‘000 Männer, Frauen und Kinder besuchten Anlässe in den mehr als 470 teilnehmenden Pfarreien und Kirchgemeinden schweizweit. Vor Ort konnte kostenlos erlebt werden, was es heute bedeutet, Kirche zu sein.

«Überaus beglückender Abschluss»

«Eine mit vielen Unsicherheiten geprägte Vorbereitungszeit hat zu einem überaus beglückenden Abschluss geführt» sagt Markus Burri, Projektleiter der «Langen Nacht» bei der katholischen Kirche. «Der Himmel war uns ebenfalls wohlgesinnt und bescherte den ersten Sommerabend.» Was er selbst erlebt hat und zu hören bekam, ist durchwegs positiv: Gute Stimmung, genussvolles Hören und Staunen, aufmerksames Dabei-sein, lustvolles Mitgestalten und Geniessen des Angebotenen.
«Es war eine wirklich gelungene lange Nacht» bestätigt auch Manuel Bieler, Projektleiter der reformierten Kirche. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher schätzen die beiden auf ca. 2’000 Personen ein. Sie stützen sich dabei auf mitgeteilte Teilnehmerzahlen verschiedener Pfarreien und Kirchgemeinden sowie eigene Schätzungen. Freude hat ihnen auch das vorgängige Interesse der Medienschaffenden gemacht, die vom Engagement der Kirchen und den vielfältigen Angeboten beeindruckt waren.

Für alle etwas

Das Programm war mit rund 100 verschiedenen Angeboten erfrischend reichhaltig. So wurden musikalische Darbietungen und Lasershows genossen, Kirchtürme bestiegen und Kirchenschätze bestaunt. Humorvolles hatte ebenso Platz wie Besinnliches. Entsprechend gemixt war das Publikum. Mit dabei waren Kinder, junge Familien, aber auch ältere Menschen.

 

Medienmitteilung der reformierten und der katholischen Kirche im Kanton Zug vom 4. Juni 2021

 

Hier ein paar Bildimpressionen zum Nachgeniessen
(ein Bild anklicken und alle Bilder in Grossformat ansehen):

Judith Stadlins Action Lesung „Häschtääg Zunderobsi“ in Hünenberg | © Nina Hübscher
Schaurige und gfürchige Geschichten für Erwachsene am Feuer in Hünenberg | ©Nina Hübscher
Bezaubernde Komik von Olli Hauensteins «Clown-Syndrom» in Oberägeri
Bezaubernde Komik von Olli Hauensteins «Clown-Syndrom» in Oberägeri
Rémy Frick spürte in Oberägeri dem Humor in Kirche und Bibel nach
Katja Huber an der Orgel in Oberägeri
Schnuppern auf der Orgelampore St. Michael in Zug
Beeindruckende Lasershow in Menzingen
Beeindruckende Lasershow in Menzingen
Die «Girovaganti» mit fetziger Musik im Klostergarten der Gemeinschaft der Seligpreisungen
Konzertbesucher im Klostergarten der Gemeinschaft der Seligpreisungen
Magnetpunkt Liebfrauenkirche Rotkreuz
Maiandacht in Cham
Orgelkonzert in Cham

 

Die Pfarrei Gut Hirt setzt ein Zeichen gegen das Vergessen der Opfer von Corona. In einem generationenübergreifenden Projekt haben Kinder und Erwachsene über 10’000 Papiertauben gefaltet, die nun in der Gut Hirt Kirche hängen.

Seit mehr als vierzehn Monaten hält uns die Corona-Pandemie im Griff, hat unser Leben grundlegend geprägt und verändert. Mittlerweile haben sich viele infiziert, die meisten kennen Menschen aus ihrem Umfeld, die an Covid-19 erkrankt sind. Nicht wenige mussten sich von einem lieben Menschen verabschieden. Gut 10’800 Menschen in der Schweiz und Liechtenstein sind bis heute verstorben.

«Wir haben uns schon weitgehend an die Zahlen und Opfer gewöhnt, sind müde von den uns abverlangten Einschränkungen, sehen uns nach einer gewissen Normalität, wenigstens ein Stück weit. Deshalb wollten wir in unserer Pfarrei ein Zeichen setzen gegen das Vergessen», sagt Pfarrer Urs Steiner. «In enger Zusammenarbeit mit Good Shepherd’s und kroatischen Freunden haben wir ein Projekt gestartet, in dem kleine Kinder, Schüler, Familien, Einzelpersonen und selbst Pensionäre des Betagtenzentrums Neustadt über 10’000 Papiertauben in der Origami-Technik gefaltet haben. Während drei Tagen haben danach wiederum unzählige, fleissige Hände diese an das Netz gehängt, welches jetzt über unseren Köpfen in der Gut Hirt Kirche hängen».

Die Idee fand Urs Steiner in der Ripon Kathedrale in York/UK. Die Verantwortlichen haben ihm das Ok gegeben, die Idee auf seine Weise umzusetzen. «Kommen Sie und sehen Sie selber, es ist sehr berührend». Mitg./bth

 

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