Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

seelsam, die ökumenische Seelsorge für Menschen mit Einschränkung, will zum sinnlichen Erleben der Adventszeit anregen. Sie hat deshalb für ihre Mitglieder − und auch alle anderen Interessierten – einen Adventskalender der ganz besonderen Art entwickelt.

Täglich während der ganzen Adventszeit wartet seelsam entweder mit spirituellen Impulsen, Geschichten, Anleitungen zum Basteln oder zum sinnlichen Erleben dieser einzigartigen Zeit auf. Wer sich zur Whatsapp-Gruppe anmeldet, bekommt sie täglich aufs Handy geliefert, wer die Website www.seelsam.ch besucht, kann sie abholen, wann er oder sie will.

«Es sind die kleinen Dinge, auf die sich der Fokus richtet», sagt Andrea Koster, katholische Co-Leiterin von seelsam, «eine Kerze, deren warmes Licht oder Duft man bewusst geniesst, ein Tannenzweig, der betastet wird und dessen Grün man auf sich wirken lässt, oder die Stille, der man aktiv zuhört.» Auch zum Geniessen in der Natur wird angeregt, beispielsweise mit einem Spaziergang im Regen oder Schnee.
Mit ihrer Aktion will seelsam das Zu-sich-kommen, das Ankommen im Innern bei sich unterstützen, damit die Herzen für Weihnachten offen sind.

Anmeldungen zur Whatsapp-Gruppe oder direkt zum Adventskalender: www.seelsam.ch.

 

Bernadette Thalmann

In der Advents- und Weihnachtszeit werden im Rahmen der Aktion «Zuger für Zuger» wieder Lebensmittel gesammelt für Menschen im Kanton Zug, die unter Armut leiden. Auch die reformierte und die katholische Kirche beteiligen sich daran. Sammelorte und -Zeiten finden Sie hier.

Die Aktion läuft vom 26. November bis zum 6. Januar. Es besteht die Möglichkeit, Lebensmittel des täglichen Gebrauchs an Menschen im Kanton Zug zu spenden, die unter Armut leiden. Gesammelt werden Esswaren, die nicht schnell verderblich sind, Putzmittel und Produkte der Körperhygiene.

Die im Jahr 2008 von der «Zuger Woche» und der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ@Work) initiierte Aktion wird von der katholischen und der reformierten Kirche unterstützt. Sie nehmen die Lebensmittel entgegen, die anschliessend von der GGZ eingesammelt werden. Im Januar verteilt die GGZ die Lebensmittel in Paketen à 7 bis 8 kg an jene Bewohner des Kantons, die über einen Einkaufsausweis beim «Tischlein deck dich» oder beim Caritasladen verfügen.

 

Bernadette Thalmann

 

Lebensmittelabgabe bei den katholischen Pfarrämtern

Allenwinden: Di: 8.00-11.30, Do: 8.00-11.30 und 14.00-17.30, Fr: 8.00-11.30.
Baar: Mo-Fr: 8.00-11.45 und 13.30 bis 17.00.
Hünenberg: Mo-Fr: 8.30-11.30 und 13.30-17.00, Mi-Nachmittag geschlossen.
Meierskappel: gem. tel. Absprache.
Menzingen: Mo: 8.30-11.30 und 15.00-18.00, Di-Do: 8.30-11.30. (29.11.-4.12.21 Pfarreibüro nicht besetzt)
Neuheim: Mo-Fr: 8.00-11.00.
Oberägeri: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Mo/Di/Fr: 13.30-15.30.
Oberwil: Mo/Di/Do/Fr: 8.30-11.30.
Risch: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Rotkreuz: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di/Do/Fr: 14.00-17.00.
Steinhausen: Mo-Do: 8.00-11.45 und 13.30-17.00.
Unterägeri: Mo-Do: 9.00-11.00 und Mo, Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Walchwil: Mo-Fr: 8.00-12.00, Mo/Di/Do: 13.30-17.00.
Zug, Gut Hirt: Di/Do: 8.30-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00 oder nach telefonischer Vereinbarung.
Zug, St. Johannes: Mo-Fr: 8.45-12.00 und 14.00-17.30, Mi-Vormittag geschlossen.
Zug, St. Michael: Mo-Do: 9.00-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00.
Missione Cattolica Italiana Zug: Mo-Fr: 9.00-11.30, Di/Do: 14.00-16.45.

Am 28. November 2021 startet in der Pfarrei Gut Hirt in Zug Kurt Schaller als Pfarradministrator. Er tritt in die Fussstapfen von Urs Steiner, der seine Dienste 19 Jahre der Pfarrei zur Verfügung gestellt hat.

Kurt Schaller wird sich Mitte nächstes Jahr der Kirchgemeinde zur Wahl als Pfarrer stellen. Der Kirchenrat freut sich, mit ihm einen erfahrenen Seelsorger gefunden zu haben, wie er in seiner Medienmitteilung bekannt gibt, und wünscht ihm viel Erfolg und Erfüllung in seiner neuen Aufgabe.

Karen Curjel heisst stellvertretend für das Team Gut Hirt Kurt Schaller herzlich willkommen: «Nachdem du drei Monate in den USA gelebt hast, bist du nun bereit, deine neue Aufgabe als Pfarradministrator der Pfarrei Gut Hirt und als Pastor von Good Shepherd’s anzutreten. Während deines USA-Aufenthaltes hast du deine Englischkenntnisse erweitern können und dir Gedanken darüber gemacht, was du nach Zug für deine neue Tätigkeit «mitbringen» möchtest… Wir sind «One Church – Many Languages». In dieser Vielfalt möchten wir gemeinsam mit dir weitergehen und als Kirche wachsen.» /Mitg./Bth

Die Gemeindeversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Zug vom 8. Juni 2021 hat einen Fond von 300 000 Franken gutgeheissen, mit welchem wohltätige Institutionen unterstützt werden sollen. Der Fond stammt aus dem Ertragsüberschuss aus dem Jahr 2020.

Der Kirchenrat hat mit einem Zirkularbeschluss vom 29. September 2021 die Aufteilung der Spenden definiert. Folgende Institutionen und Projekte werden unterstützt:

  • Multimediaspektakel «Verhüllt»
  • Die dargebotene Hand
  • Lassalle Haus, Edlibach
  • GGZ@Work, Zug
  • Fastenopfer, Luzern
  • Pfarrei Bruder Klaus, Weltgruppe Oberwil
  • Anima Una
  • Punkto
  • CityKircheZug
  • Heilpädagogische Schulen Zug
  • Katholische Kirchgemeinde Zug, Gehr Weg
  • Katholische Kirchgemeinde Zug, Hingeschaut, Fotowettbewerb
  • Katholische Kirchgemeinde Zug, Künstlerinnenwettbewerb

Der Kirchenrat ist überzeugt, mit diesen Spenden einen wichtigen Beitrag zur Wohlfahrt der Zuger Bevölkerung zu leisten. Die begünstigten Institutionen arbeiten «an der Front» und haben direkten Kontakt zu Bedürftigen. Bei den Kunstprojekten werden regionale Künstler berücksichtigt. Die Kunstprojekte sind als dringend einzustufen, wie in der Medienmitteilung kommuniziert wird.

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde Zug vom 19. November 2021

 

 

Wie steht es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Kantonalkirchen? Recherchen von kath.ch zeigen: In den Kantonen Basel-Stadt, Jura und Zug ist der Frauenanteil in der kirchlichen Regierung mit 60 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Vom Samstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 31. Oktober 2021, war die fahrbare Kapelle vom Pastoralraum Zug Berg unterwegs im ganzen Kanton. Sie machte Halt in verschiedenen Gemeinden, jeden Tag an einem anderen Ort. Hier ein Rückblick mit Geschichten und Impressionen.

 

Tag 9: 31. Oktober, Kloster Gubel


Heute ist der Abschlusstag unserer Tour durch das Zugerland. Wir sind beim Kloster Gubel stationiert. Die Schwestern können es kaum erwarten, bis die Kapelle ihren Standplatz findet. /Rebecca Rogenmoser

 


Zur Eröffnung spielt die Musik die Melodie «My way». /Markus Burri

 


In Anwesenheit von Schwestern der Klostergemeinschaft segnet der Spiritual die Kapelle, den Tag und die Anwesenden. /Markus Burri

 


Dank dem herrlichen Wetter zieht der Gubel am Nachmittag zahlreiche Besucher an und es kommt zu vielen schönen Begegnungen. /Markus Burri

 

Die Kapelle in der Ruhe der Abendstimmung. /Silke Röbig

 

Nach einer angeregten Gesprächsrunde bei wohliger Wärme im Innern der Kapelle rundet das täglich gesprochene Kapellengebet unsere Reise durch den Kanton ab. /Silke Röbig

 

Welch herrlich schöner Sonntag! Welch schöner Schlusspunkt der Kapellen-Tour!!! /Rebecca Rogenmoser

 

 

Tag 8: 30. Oktober, Unterägeri Dorfplatz


Die Eröffnung wird feierlich eingeleitet durch Margrit Küng, Gemeindeleiterin Unterägeri. /Silke Röbig

 


Fünf Cellistinnen trotzen dem Wind und dem Verkehr und spielen vor der Kapelle in Unterägeri auf. /Franz Lustenberger

 

 

Tag 7: 29. Oktober, Cham, Kiesplatz Hirsgarten


Gerd Zimmermann, Leiter Pfarreisozialdienst, bittet zur Eröffnung alle in die Kapelle. Bei Gebet und Gesang kann man sich wunderbar einstimmen lassen. /Silke Röbig

 


Die Stimmung heute Nachmittag ist einfach umwerfend! Um 14 Uhr kommt die Sonne, der schöne Platz am See belebt sich immer mehr. Und die Musiker kommen gerade rechtzeitig. Der Sound des Brass-Quartetts passt perfekt. /Markus Burri

 


Ich betreue als Freiwillige die Kapelle und bin begeistert. Das Brass-Quartett ist mein Highlight! /Irene Anna Burkart

 


Schöne Abendstimmung, gute Gespräche und viel Freude. /Robert Habijan

 

 

Tag 6: 28. Oktober, Steinhausen, Oberstufenschulhaus Feldheim


In Steinhausen geht’s deutlich früher los als bei den anderen Standorten der Kapelle: Schon um 10 Uhr zieht der Katechet Markus Müller an der Kapellen-Glocke und lädt das Publikum ein, die Kapelle zu besuchen und die schöne Atmosphäre zu geniessen. /Marlen Schärer

 


Und rein geht’s in die Kapelle, denn draussen sind die Temperaturen nur wenige Grad über Null. /Marlen Schärer

Unsere Jugendlichen nutzen die Kapelle als Ort der Wärme. Sie zünden fleissig Kerzen an, verbunden mit guten Gedanken, die sie hinaus in die Gemeinde senden. /Markus Müller

 


Gemeindeleiter Ruedi Odermatt zieht den Hut: Jetzt geht der Ansturm  richtig los. /Silke Röbig

 


Gerne geniesst das Publikum eine Tasse Kaffee oder Tee beim Diskutieren. /Silke Röbig

 


Die Breakdancer der Dirty Hands überraschen und faszinieren die Schüler, die gerade in die Pause rauskommen − bei strahlendem Sonnenschein!. /Markus Burri /Markus Müller

 

Auch die junge Mädchen-Volleyballgruppe von Claudia Gähwiler begeistert sich für die Breakdancer Dirty Hands und besucht anschliessend noch die fahrbare Kapelle. Interessiert lassen sie sich das Projekt erklären und zünden Kerzli an. Das Training startet ausnahmsweise später 😉

 

Nebst Action passiert an diesem Tag auch viel Besinnliches – draussen wie drinnen… /Ruedi Odermatt

 

 

Tag 5: 27. Oktober, Baar Schulhaus Marktgasse / Schwesternhaus


Gelungener Start in Baar. Diakon Roger Kaiser eröffnet mit einem wunderbaren Kapellengebet. /Silke Röbig

 


Bald schon herrscht reger Betrieb. /Silke Röbig

 


Die Kapelle hat soeben auch ganz junges Fan-Publikum gewonnen. /Roger Kaiser

 

Grosse Begeisterung lösten die Dancing Cats aus. /Markus Burri/Roger Kaiser

 

 

Tag 4: Dienstag 26. Oktober, Stadt Zug, Unterer Landsgemeindeplatz


Unsere Kapelle und der Weihnachtsbaum der Stadt Zug sind bereit. Das Wetter und die Stimmung passen. /Franz Lustenberger

 


Bernhard Lenfers, Gemeindeleiter Pfarrei St. Johannes, läutet die Kapelle ein. /Gaby Wiss

 


Und schon kriegen wir Besuch. Unsere Gäste sind aus Spanien. /Gaby Wiss

 

Einer 90-jährigen Frau hat es die Kapelle richtig an angetan: «Ich bin extra vorbeigekommen, weil ich neugierig war. Mir gefällt die schlichte Innenausstattung».
Nach längerem Verweilen meint eine andere Besucherin: «Ich fühle mich wohl hier. Es hat gut getan.» /Bernhard Lenfers

 

Ein 8-jähriger Schüler geht nach Schulschluss um 12 Uhr über den Landsgemeindeplatz. Als ich ihn einlade, geht er in die Kapelle und bleibt lange vor dem Ofen stehen: «Cooles Feuer», meint er. Ich schenke ihm einen Kerzenhalter (unser schönes Give-Away, hergestellt von der GGZ@Work) und er geht glücklich zum Mittagessen nach Hause. /Bernhard Lenfers

 


Heute trifft sich die Zuger Kirchenprominenz auf dem Landsgemeindeplatz… /Roman Ambühl

 


Die Alphornklänge werden sowohl von Passanten als auch von den Gästen in der Wirthäusern genossen. Es herrscht eine wunderbare Stimmung. /Markus Burri /Sr. Mattia

 


Warmes Licht und so viele gute Wünsche… /Gaby Wiss

Es gab heute angeregte Gespräche… über Gott und die Welt… über Trauer und Freude… über verlorene Heimat und Neubeginn… über die Kraft des Gebetes. Und immer wieder: So eine tolle Idee die.Kapelle! Und: Wo steht sie morgen oder nächste Woche? /Gaby Wiss

 

 

Tag 3: Montag, 25. Oktober, Hünenberg, Haltestelle Zythus


Heute haben wir logistische Probleme: Aus dem Standort bei den Park&Ride-Parkplätzen nahe der S-Bahn Haltestelle Zythus wird nichts! Die Kapelle passt schlichtwegs nicht unter den  prächtigen Baum. /Silke Röbig

 


Gott sei Dank haben wir in Zusammenarbeit mit dem Werkhof Hünenberg eine Lösung gefunden. Das ist unser Standort für heute. /Silke Röbig

 


Gerade ist eine grosse Kinderschar mit ihrem Lehrer im Rahmen ihres Religionsunterrichts zufällig bei uns eingetroffen. Es handelt sich um die 3./4. Klasse der Schule Kemmatten. Die Gruppe ist sehr interessiert. /Silke Röbig

 

Zwei Walkingfrauen haben extra ihre Route zu unserer Kapelle gemacht. Wir haben zu dritt den Kanon «Dona nobis pacem» gesungen. Es klang wunderbar. /Silke Röbig

 


Eine ausgezeichnete Performance lieferte die Dousnband, die gleich zweimal auftrat und als eigentliches Publikummagnet wirkte.

 

 

Tag 2: Sonntag, 24. Oktkober, Rotkreuz, Dorfmattplatz beim Bahnhof


Punkt 11.30 Uhr läutet Kirchenratspräsidentin Mäggy Hammer die Kapelle ein. /Bernadette Thalmann

 


Die Temperaturen sind grad noch wenig einladend. Toll, dass sich die Kapelle auch heizen lässt. /Bernadette Thalmann

 


Bald schon finden sich die ersten Besucher und Besucherinnen ein…

 


und die Kapelle erstrahlt in der Herbstsonne. /Bernadette Thalmann

 

Zu den warmen Temperaturen paaren sich um 13.30 Uhr noch die herrlich warmen Klänge der MGRR. Die Brass Band der Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz erfreut mit einem breiten Repertoir, das einmal herrlich fegt, ein andermal aber auch mit feinen Tönen begeistert. /Bernadette Thalmann

 

Diakon Markus Burri erzählt bei seinen Dankesworten eine Geschichte zum «Wohnzimmer Gottes», wie ja auch die Kapelle eines ist: «Wo wohnt Gott?», fragt der Lehrer seine Schüler. «In der Kirche, der Natur, im Himmel?», antworten die Schüler. «Gott wohnt dort, wo ein Herz für ihn aufgeht». Die schöne Musik der Brass Band helfe mit beim Herzen-Öffnen. /Bernadette Thalmann

 

 

Tag 1: Samstag 23. Oktober, Hagendorn Abtei Frauenthal

 


Es hat geklappt: Nach langer Fahrt von Ägeri hinab ins Frauenthal ist die Kapelle heil beim Kloster, der ersten Station, angekommen. /Silke Röbig

 


Spiritual Pater Raffael, Abtei Frauenthal, läutet die Glocke der Kapelle zur Eröffnung, bei herrlichstem Wetter! /Franz Lustenberger

 


Die Klostergemeinschaft im Frauenthal und die Projektgruppe freuen sich über den gelungenen Start der Kapelle on Tour. /Franz Lustenberger

 

Soeben haben wir Besuch bekommen von einer reformierten Pfarrerin aus Bern. Sie ist begeistert vom Projekt und hat gleich alle Infos zur Kapelle mitgenommen. Vielleicht wird was Ähnliches demnächst auch anderswo realisiert… /Franz Lustenberger

 

Ein Highlight sind die urig schönen Klänge der drei Alphornbläser, welche das Kloster Frauenthal als Überraschung organisiert hat. /Franz Lustenberger

 

 Lesen Sie auch den Artikel  Kirche unterwegs: Die Tiny-House-Kapelle macht Halt in Cham

Ferdinand Gehrs Fresken in der Kirche Bruder Klaus in Oberwil sorgten vor gut sechzig Jahren für Zwist im Dorf. Die Bilder mussten jahrelang bedeckt werden. Zwei Zuger Kunstschaffende bringen die Geschichte mit einer multimedialen Inszenierung in die Gegenwart.

So hat noch keiner die Bruder Klaus Kirche in Oberwil gesehen und erlebt: Das interdisziplinäre Künstlerteam von Kulturspot unter der Leitung von Daniel Christen und Michael van Orsouw inszeniert mit modernsten Mitteln den einstigen Bilderstreit von Oberwil. Projektionen, Musik, Text und Licht werden die damals revolutionär moderne Kirche auf ganz neuartige Weise präsentieren. Die Uraufführungen und die regulären Darbietungen finden vom 11. November bis zum 14. November statt, coronabedingt ein Jahr später als geplant.

Ferdinand Gehr (1896–1996) war damals der bekannteste Kirchenmaler der Schweiz. Er gestaltete das erste Wandbild in Oberwil – und sorgte für einen Sturm der Entrüstung. Beim nachfolgenden Bilderstreit ging es auch um Kunst; doch noch mehr stritt man über die Werte und über die Formen von Modernität. Das sind Themen, die noch heute sehr beschäftigen: Wie gehen wir mit Neuem, mit Veränderung um? Ausgehend vom damaligen Bilderstreit entsteht durch diese Fragen und durch die neuste Technik der Kunstschaffenden eine heutige Auseinandersetzung mit Grundsätzlichem, die ebenfalls faszinierend ist. Und darüber hinaus auch sehr unterhaltsam.

Das Multimediaspektakel «Verhüllt» ist eine einmalige künstlerische Neuinterpretation, die neue Sichtweisen ermöglicht  – auf die Kirche, auf den spezifischen Konflikt, auf Ferdinand Gehrs Kunstwerke und auch auf gesellschaftliche Konfliktbewältigung. Zu den Haupsponsoren des Projekts gehört die Katholische Kirche Stadt Zug. Mitg./bth

Tickets für die Vorstellungen von «Verhüllt» vom Donnerstag 11. November bis zum Sonntag, 14. November finden Sie unter www.verhüllt.ch.
Für den Anlass gilt die Covid-Zertifikatspflicht.

 

 

 

Ein vielseitig engagiertes Frauenquintett debattierte am jüngsten Anlass des Forum Kirche und Wirtschaft vom 20. Oktober in Kappel das Thema «Vereinbarkeit von Beruf und Familie». Man war sich einig, dass Corona das Dilemma eher noch verschärft hat, insbesondere für die Mütter.

Das Input-Referat hielt Prof. Dr. Jutta Rump. Dabei sparte die Professorin für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule in Ludwigshafen nicht mit Kritik an der belastenden Berufs- und Familiensituation vieler berufstätiger Eltern. Das Corona-Regime habe die Situation eher noch akzentuiert. Die Einschränkungen haben aber auch alte Denk- und Verhaltensmuster aufgebrochen. Neue Organisationsformen, die Agilität, Mobilität und Flexibilität von den Beteiligten voraussetzen, hielten Einzug ins Erwerbsleben und beeinflussten auch das Familienleben. Rump vertrat die Überzeugung, dass dem auch die Unternehmen Rechnung tragen sollten, wenn sie keinen Fachkräftemangel riskieren wollen.

Steigende Anzahl von Müttern mit Burnout-Symptomen

An der anschliessenden Gesprächsrunde nahmen nebst der Referentin die Psychiaterin und Burnout-Spezialistin Barbara Hochstrasser, die Marketingfachfrau, Bloggerin und Mutter Muriel Urechs Tsamis aus Zug, die Unternehmerin und Mutter Julia Cebreros sowie der Zuger Schulpräsidentin Vroni Straub-Müller (Mutter und frühere Hebamme) teil. Als Moderatorin wirkte Helene Aecherli, Reporterin und Redaktorin der Annabelle. Man war sich einig, dass das ewige Dilemma auch nach Corona anhalten wird und Mütter dabei besonders gefordert sind. Die Corona-Massnahmen haben die Situation noch verschärft, was sich gemäss Hochstrasser in der steigenden Anzahl Mütter mit Burnout-Symptomen manifestiert. Denn im Spannungsfeld zwischen Familienbetreuung, Homeschooling und beruflicher Arbeit haben Frauen während der Lockdowns zuhause die Hauptarbeit geleistet.

Leitungswechsel vollzogen

Den Abend hatte für einmal Karl Huwyler, Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug, eröffnet. Es war die letzte Veranstaltung des Forum Kirche und Wirtschaft als Fachstelle der Katholischen Kirche Zug unter der Leitung von Christoph Balmer, der den Anlass vor elf Jahren ins Leben gerufen hatte. Huwyler richtete seinen Dank an Balmer und begrüsste dessen Nachfolger Thomas Hausheer. In Anspielung auf das Thema des Abends sagte Huwyler augenzwinkernd: «Ich bin Teil der Lösung, da ich vor kurzem Grossvater geworden bin» und erntete dafür einen schönen Applaus.

 

Martin Platter

 

 

 

 

Eigentlich hätte die fahrbare Kapelle am Stand der katholischen Kirche an der Zuger Messe stehen sollen. Doch findet diese auch in diesem Jahr nicht statt. So geht die Kapelle nun auf Tour – durch den ganzen Kanton.

«Die Kirche geht zu den Menschen, wenn die Menschen nicht zu ihr kommen können», sagt Franz Lustenberger, Leiter der Projektgruppe und Präsident des Seelsorgerats. «In schwierigen Zeiten gilt das ganz besonders. Die Kirche will unterstützen, wo immer sie kann.»

Vom Samstag, 23. Oktober bis Sonntag, 31. Oktober 2021, ist die fahrbare Kapelle vom Pastoralraum Zug Berg unterwegs im ganzen Kanton. Sie startet beim tiefstgelegenen Kloster Frauenthal und beendet ihre Tour beim höchstgelegenen Kloster Gubel. Dazwischen macht die Kapelle Halt in verschiedenen Gemeinden, meist auf Plätzen mit hoher Publikumsfrequenz, jeden Tag an einem anderen Ort.

Jeweils von 11.30 Uhr bis 20.00 Uhr sind lokal tätige Seelsorgende anwesend, die sich ganz den Besucherinnen und Besuchern widmen. Sie freuen sich auf den Austausch mit ihnen und offerieren gerne eine Tasse Tee oder Kaffee. Zu Beginn und zum Schluss jedes Tages gibt es jeweils einen Begrüssungsimpuls bzw. ein Abschiedswort.

Die gemütliche Kapelle, die in kühleren Tagen geheizt werden kann, lädt zum Gebet, zum Diskutieren oder auch einfach Hineinschauen ein. Darüber hinaus warten ein paar Überraschungsaktionen und ein kleines Give-away auf die Gäste.

Tägliche Erlebnisberichte zur Kapelle on Tour finden Sie ab dem 23. Oktober auf www.katholische-kirche-zug/kapelleunterwegs

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 13. Oktober 2021

 

Fahrplan der Kapelle

Sa, 23. Oktober Hagendorn, Kloster Frauenthal
So, 24. Oktober Rotkreuz, Dorfmattplatz beim Bahnhof /Gemeindeverwaltung
Mo, 25. Oktober Hünenberg, Park & Ride Parkplätze bei S-Bahn Haltestelle Zythus
Di, 26. Oktober Stadt Zug, Unterer Landsgemeindeplatz
Mi, 27. Oktober Baar, Schulhaus Marktgasse / Schwesternhaus
Do, 28. Oktober Steinhausen, Oberstufenschulhaus Feldheim
Fr, 29. Oktober Cham, Kiesplatz Hirsgarten
Sa, 30. Oktober Unterägeri, Dorfplatz
So, 31. Oktober Kloster Gubel (bleibt bis 14. November)

 

 

 

 

In Anlehnung an die Selfie-Museen präsentierte die CityKircheZug am 18. Oktober fünf interaktive Selfie-Stationen, ausgehend von verschiedenen Bibelstellen. Gestaltet hatte diese die Szenografin und Künstlerin Nicole Henning.

Die Selfie-Stationen vor und innerhalb der Reformierten Kirche luden ein, sich spielerisch zu überlegen, wie wir uns selber sehen: ob als fürsorgliche Menschen, als Liebende mit grossem Herzen oder als Licht der Welt. An der Station Prediger:in konnte man die eigene frohe Botschaft in Worte fassen und diese «Good-News» sichtbar machen. Auf dem Sprungtuch liess sich sinnieren, wer uns im Leben auffängt. Oder wer hat nicht schon vom heiligen Schein geträumt: Der Heiligenschein als Zeichen der besonderen Nähe zu Gott ist uns allen zugesagt – genau wie die Menschenwürde.

Anlässlich der Vernissage erläuterten die Theologen Hans-Jörg Riwar und Roman Ambühl sowie die Künstlerin Nicole Henning den interessierten Gästen die theologischen Grundlagen und Hintergründe der Entstehung des Projekts. Nicole Henning hatte grossen Respekt vor der Aufgabe, verschiedene Bibelstellen als Selfie-Stationen zu inszenieren, weil sie befürchtete, unbeabsichtigt in Fettnäpfchen zu treten. Das ist nicht passiert. Die Umsetzung war gelungen, die fünf Stationen regten zum Nachdenken an. Schon an der Vernissage machten sich die Gäste mit Freude daran, sich gegenseitig ins richtige Licht zu rücken. Und ganz nebenbei wurden Fragen angestossen wie: Wer bin ich? Was habe ich zu sagen? Wer trägt mich, wen tragen wir?

Hintergrundinfos und Bilder auf der Website der CityKircheZug

 

Gaby Wiss, CityKircheZug

Nächste Seite »

Weitere Nachrichten

aus der Kirche Schweiz